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Bitburg-Stadt
Ausgabe 21/2021
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS)

Die Stadt Bitburg praktiziert als Präventionsmaßnahme das Biologische Verfahren mit Nematoden, welches als äußerst innovativ und umweltverträglich einzustufen ist.

Die Bekämpfung des EPS und der damit verbundene Schutz der Bürgerinnen und Bürger, der Kinder in den Kindergärten und Schulen, sowie von öffentlichen Plätzen und städtischen Waldgebieten stellt als rein biologische Präventionsmaßnahme keine unnötige und zusätzliche Belastung für die Umwelt dar. Die Stadtverwaltung Bitburg ist eine der ersten Behörden in der Region, die bereits seit dem letzten Jahr versucht, dem EPS auf diese Art und Weise ,,das Handwerk zu legen“.

Anbei eine kurze Erläuterung zum o.g. Verfahren:

Nematoden sind kleine Fadenwürmer. Sie entwickeln sich im Körper von Raupen und töten diese dadurch ab. Die Nematoden zählen nicht unter das Pflanzenschutzmittelgesetz, wie es für Bakterienpräparate zutrifft. Die Nematoden befallen die Raupen des Eichenprozessionsspinners bereits ab dem ersten Larvenstadium. Die frühe Ausbringung dämmt auch die Schäden auf andere, sich später entwickelnde Schmetterlingsarten, ein. Da die Tiere licht- und austrocknungsgefährdet sind, empfiehlt sich die Ausbringung mit Wasser vermischt ab 20 Uhr abends. Die Nematoden töten auch spätere Larvenstadien des EPS. Um andere Tierarten zu schützen, werden die Nematoden in diesem Fall direkt in die Nester am Stamm oder am Boden mit Hilfe einer speziellen Sprühvorrichtung injiziert. Die Behandlung kann gegebenenfalls wiederholt werden.

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Der erste Arbeitseinsatz hat bereits im Zeitraum vom 10.05.2021 – 16.05.2021 (6 Nächte) stattgefunden.

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Der zweite Einsatz zum Einsprühen der Bäume ist für den Zeitraum vom 25.05.2021 – 31.05.2021 (6 Nächte) geplant, sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen.

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Das endgültige Absaugen der verbliebenen Larven (ca. 10% - 30%) ist für Ende Juni/Anfang Juli geplant.

Fotos der nächtlichen Einsätze: