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Bitburg-Stadt
Ausgabe 22/2018
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Karl Marx und das Bitburger Land (3)

Wenn in der Familie von Karl Marx einmal der Name der Stadt Bitburg fiel, dann wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Ehefrau des Philosophen, Jenny Marx geborene von Westphalen. Für Jenny, die vier Jahre älter als Marx war, dürfte der Name Bitburg eine gewisse Bedeutung gehabt haben. Schließlich war ihr Stiefbruder Ferdinand 1822 – 1830 Landrat in Bitburg. Ob Jenny als junge Frau in dieser Zeit den Dienstort ihres Bruders gesehen ist, ist unbekannt. Nach dem Weggang aus der Eifel hatte Ferdinand zunächst als Regierungsrat in Erfurt gearbeitet, bis er acht Jahre später, 1838, wieder in den Westen kam und an der Regierung Trier beschäftigt wurde. Nun erst lernten sich Marx und Jenny kennen, sie heirateten 1843 in Bad Kreuznach, allerdings nicht mit dem „Segen“ des ehemaligen Bitburger Landrats.

Nicht unerwähnt aber sollte bleiben, dass es auch eine andere Beziehung zwischen Mitgliedern der Familie Marx und dem Bitburger Land gab. Der Vater von Karl Marx, Heinrich, war Rechtsanwalt in Trier, Heinrichs Bruder mit Namen Samuel war Händler. Zumindest einer seiner Nachkommen, Joseph Marx aus Trier, lässt sich 1861 als Viehhändler in Biersdorf nachweisen, wo er mit Nikolaus Hofmann einen Handel über eine Kuh (Wert 30 Taler) abschloss. Joseph scheint ein Cousin von Karl Marx gewesen zu sein.

P.N.