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Bitburg-Stadt
Ausgabe 22/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Städtischer Wald am Waxbrunnen – geschichtlicher Hintergrund

Alljährlich werden vom Stadtrat die neuen Forstwirtschaftspläne für das folgende Jahr beschlossen; in den letzten Jahren meist mit einem positiven Ergebnis für die Stadt Bitburg. An diesem Plus bei der Forstwirtschaft hat der städtische Revierteil „Waxbrunnen“ auf der Gemarkung Sefferweich immer einen wesentlichen Anteil, weil auf den dortigen Flächen mit einem hohen Bestandteil an Nadelholz eine intensive Bewirtschaftung des Forstes möglich ist.

Aber wieso hat die Stadt Bitburg eigentlich Waldflächen auf der Gemarkung Sefferweich?

Dazu muss man eine kleine Exkursion in die Geschichte wagen.

Schon im 18. Jahrhundert hatten die Bürger der damals selbständigen Gemeinden Bitburg, Matzen, Irsch und Masholder Rechte am sogenannten „Siebengemeindewald“ auf der Gemarkung Sefferweich/ Neidenbach/ Bruderholz. Das war zwar kein Eigentum im heutigen Sinne, hatte aber eine große Bedeutung, weil es gerade im 18. Jahrhundert durch Bevölkerungszuwachs und die beginnende Industrialisierung zu einer Übernutzung und damit zur Waldarmut gekommen war.

So ist es auch zu erklären, dass Bitburg und seine heutigen Stadtteile nach der Neuordnung des Gemeindewesens Anfang des 19. Jahrhunderts zu Eigentümern von insgesamt rund 400 Hektar im Waxbrunnen-Wald wurden.

Davon wurden dann allerdings in den sechziger Jahren rund 240 Hektar verkauft, so dass die Stadt Bitburg heute noch Eigentümer von rund 160 Hektar Wald im Revierteil Waxbrunnen ist. Dieser ist Teil des Wirtschaftswaldes, aus dem Bitburg im Jahr 2019 insgesamt einen Überschuss von voraussichtlich etwa 60.000 Euro erzielen wird.

Zum Vergleich:

Insgesamt umfasst der Stadtwald Bitburg eine Fläche von 892 Hektar. Davon sind 806,2 ha dem Wirtschaftswald und 85,8 ha dem Erholungswald (Königswälchen/ Kolmeshöh) zuzurechnen. Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Vorgaben des Landeswaldgesetzes sowie den strengen Richtlinien der FSC-Zertifizierung (FSC=Forest Stewardship Council) und nach PEFC-Standards (PEFC= Pan European Forest Certification).

W.K.