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Bitburg-Stadt
Ausgabe 22/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Ein vergessener Bitburger Künstler

In den Akten des Hospitals wird um 1825 - 1835 ein „Kupferstecher Johann Heinrich Schmitt“ erwähnt. Er war zumindest zeitweise Verwalter und „Rendant“ des Bitburger Johannishospitals. In dieser Eigenschaft musste er sich um den umfangreichen Besitz des Hauses, aber auch um den Unterhalt der Gebäude und vor allem der St. Johanniskirche am Südtor kümmern. Aber Schmitt arbeitete nicht nur als „Kupferstecher“. Andere Quellen bezeichnen ihn als „Vergolder und Maler“, wieder andere als „Bildschnitzer und Graveur“. Er muss also künstlerisches Talent besessen haben. Als man ihn 1829 endgültig als Einnehmer des Hospitals anstellte, musste er eine Kaution in Höhe von 300 Taler stellen. Das war für ihn offenbar kein Problem. Er bot vor Notar Nels wertvolle Grundstücke als Kaution an, die insgesamt mit über 400 Taler geschätzt wurden. Sie lagen „Auf Trimels, Im Lacherberg, Auf dem Pudel, Am Hahnenberg, In Steinges Pesch und in Ritterschen“. Einige dieser Flurnamen sind auch heute noch bekannt, die meisten sind vergessen, weil das Gelände überbaut wurde. Der Künstler Schmitt war geborener Bitburger (geb. 1783), er starb in seiner Heimatstadt im Jahre 1855. Mit seiner Frau Susanna Harenz hatte er 10 Kinder. Werke des Künstlers sind bisher nicht aufgetaucht.

P.N.