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Bitburg-Stadt
Ausgabe 23/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Bargeld war rar!

Elisabeth Becker war die Köchin des Pastors Franz Prim, der aus Bitburg stammte und der zuletzt Pfarrer in Seinsfeld war. Der geistliche Herr vermachte seiner Köchin auf dem Krankenbett 1833 als Anerkennung für ihre treuen Dienste einen „Stall in Bitburg in der „Müllersgasse, die auch Ludesgass genannt wird“. Der Stall war offenbar kein stattliches Gebäude, denn als die Köchin ihn verkaufen wollte, bot man ihr dafür nur 17 Taler. Peter Mayen, Ackerer in Bitburg, erwarb das Gebäude, konnte aber die 17 Taler nicht bar zahlen. Er einigte sich schließlich mit der Verkäuferin, den Preis in 10 Jahresraten abzustottern, die jeweils am 11. November jeden Jahres fällig wurden. Er musste also in einem Jahr nur etwas mehr als 1 Taler zahlen – ein Zeichen dafür, dass manche Bauern auch vor rund 200 Jahren um ihre Existenz kämpfen mussten.

P.N.