Heutzutage ist Nikolaus Thilmany Ehrenbürger der Stadt Bitburg. Zurecht findet sich in seiner Beschreibung der Satz: „Als ein Mann des Volkes war er bei der Bevölkerung beliebt und geachtet.“ Insofern wirkt ein Vorwurf von Regierungsassessor Schede an Landrat Thilmany geradezu grotesk, der in seinem Bericht vom Mai 1848 erhoben wurde. So schreibt Schede folgendes: „Er hat die Vermittlungsversuche in Wallendorf, Bollendorf und Speicher meiner Ansicht nach viel zu weit getrieben, und sogar ins solchen Fällen die verschiedenen Ungesetzlichkeiten dadurch, dass er versuchte, den Vorfällen nachher eine legale Form zu geben, sanctioniert, wo er die Macht unzweifelhaft in Hände hatte, mit Energie die thörichten Ansprachen zurückzuweisen. Durch diese schwankende Haltung hat er sich die Gemüther der wohlhabenderen Bauern und ich muss es sagen der Beamten durchweg entfremdet; bei der Maße aber hat er durch die an der einzelnen stillen gemachten Concessionen keineswegs das Terrain wieder gewonnen, was er durch den dabei gezeigten Mangel an consequenten Festhalten an dem Gesetz, verloren hat. Von ganz gewöhnlichen Ackerern kann man hören, dass ihm Mangel an Haltung vorgeworfen wird. So ist es leider ein Factum, was nicht wegzuleugnen ist, dass mindestens in einem großen Teile der Kreises seine Stellung sehr compromittiert ist. Dazu kommt das Bestreben, bei der Wahl im Kleinen für Grün zu wirken, was ihm in der Eifel sehr verdacht wird.“ Man beachte auch bei diesem Vorwurf, dass Schede auf direkte Nachfrage keine schriftlichen Quellen für seine Behauptungen an die Beschuldigten kommuniziert hat.