Wie letzte Woche berichtet, hat Regierungsassessor Schede 1848 in Bitburg Wahlmännern, die für eine in Schönecken abgehaltene Versammlung wurden waren, ein perfides Gerücht in den Mund gelegt. Sie sollen gesagt haben, dass die Bitburger die Vergiftung von preußischen Soldaten planen würden, die in Trier vorher Konflikte mit der Bürgerschaft ausgetragen hatten. Landrat Thilmany entkräftet dieses Gerücht folgendermaßen: „Ad 4. die Äußerung, welche der Bitburger Wahlmännern in Schönecken in den Mund gelegt wird, ist eine so knabenhafte Dummheit, dass man staunen muss, wie sie nacherzählt werden kann. Man frage die Soldaten, welche hier lagen, ob sie irgendeine Klage über ihre Aufnahme seitens der hiesigen Bürgerschaft zu führen habe? Ob sie irgendeine Antizipation wahrgenommen haben?“ Auch der Bitburger Stadtrat fand keine freundlichen Worte und widerlegt das Gerücht Schede in folgenden Worten: „Wenn Herr Schede sagt: Von dem in Bitburg herrschenden Geiste gibt der Umstand einen Beweis, das dort gewählte Wahlmänner in Schönecken am 10ten des Monats äußerten, wenn eine Compagnie des 26. Regiments nach Bitburg käme, so würden sie dort desarmiert werden und das gestern allgemein das Gerücht war, die von Prüm heimkehrende 7te Kompagnie des 30ten Regiments solle vergiftet werden, so muss es Erstaunen erregen, wie ein Beamter vom Range des Herrn Schede seine vorgesetzten Behörde im Ernste derartiges berichten kann. Wir geben unseren Wahlmännern anheim ob und welche Maßregeln sie dem Herrn Schede gegenüber ergreifen werden, verweisen aber im Interesse der Einwohnerschaft auf den Empfang welcher beiden Corps hier zu Theil geworden ist.“