Am 16.06.2026 fand im Bürgerhaus Ahl Schul eine Versammlung der Jagdgenossenschaft statt mit folgenden Ergebnissen:
| • | Dem Jagdvorstand (Ernst Weires, Jagdvorsteher, Matthias Thommes, Frank Bauer Beisitzer) wurde Entlastung erteilt. | |
| • | Die Neuwahl (offene Abstimmung) des Jagdvorstandes hatte folgendes Ergebnis (alle einstimmig): | |
| - | Wahlvorsteher: Ernst Weires (Wiederwahl) | |
| - | 1. Beisitzer: Matthias Thommes (Wiederwahl) | |
| - | 2. Beisitzer: Udo Ewen (Neuwahl) | |
| - | 1. stv. Beisitzer: Frank Bauer | |
| - | 2. stv. Beisitzer: Hilarius Esch | |
| • | Die anwesenden Pächter der Stahler Jagd (Peter Schwickert und Karl-Heinz Neumann/beide wohnhaft in Stahl) wiesen darauf hin, dass die Störung des Wildes durch freilaufende, teilweise sogar wildernde Hunde, nach wie vor keine Seltenheit ist. Die Verschmutzung der an die Wirtschafts- und Wanderwege angrenzenden Wiesen und Felder durch Hundekot stelle seit Jahren ebenfalls ein Problem dar. Es seien andernorts Fälle bekannt, in denen Kühe durch mit Hundekot verschmutzte Weiden verendeten. | |
| Bevor ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden, soll nochmals an die Hundehalter durch Hinweis in den Rathausnachrichten appelliert werden, ihre Tiere anzuleinen und nicht auf die an die Wege angrenzenden Grundstücke koten zu lassen. Der auf dem Randstreifen der Wege anfallende Hundekot ist sachgerecht zu entsorgen. | ||
| • | Jagdvorsteher Weires trug vor, dass das Lichtraumprofil des oberhalb des Neubaugebietes Stahler Kopf II verlaufenden Wirtschaftsweges (Auf der Heide) durch den auf den bebauten Grundstücken vorhandenen Heckenbewuchs stark eingeschränkt sei. Mit schwerem landwirtschaftlichem Gerät gäbe es kaum noch ein Durchkommen, ein Ausweichen von Radfahrern und Fußgängern sei streckenweise unmöglich. Die Einschätzung der Situation wird von den Versammlungsteilnehmern bestätigt. Die Stadtverwaltung wird gebeten, die Anlieger aufzufordern, den wegeseitigen Heckenbewuchs kurzfristig gemäß den rechtlichen Regelungen zurückzuschneiden und künftig auf das Lichtraumprofil zu achten, um die Verkehrssicherheit – insbesondere auch für Radfahrer und Wanderer - zu gewährleisten. | |
| • | Udo Ewen weist auf die seit längerem zu hohe Wildschweinpopulation im Revier Stahl hin. Die Schweine richteten immer wieder Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen an und seien oft auch Überträger von Tierseuchen. Hilarius Esch bestätigt, dass die Zunahme von Schäden aufgrund der hohen Bestände auch in anderen Revieren ein großes Problem darstellt. | |
| • | Der Jagdvorsteher beklagt den Ausbauzustand der Wirtschaftswege auf der Gemarkung Stahl. Fast alle Wegedecken wiesen starke Schäden auf. Wenn die dringend notwendigen Reparatur- bzw. Ausbaumaßnahmen nicht innerhalb eines Zeitraumes von 2 – 3 Jahren erfolgen würden, könnten einige Wege kaum noch befahren werden und seien auch für Radfahrer und Wanderer nicht mehr verkehrssicher. | |
| OV Heyen bestätigt diese Einschätzung. Die Wege wurden überwiegend noch vor der Eingemeindung (1969) durch die Gemeinde Stahl nach damaligen Standards ausgebaut (unzureichender Unterbau, keine Tragschicht, dünne Deckschicht) und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Instandsetzung bzw. ein erforderlicher Ausbau erfordert einen hohen finanziellen Aufwand, der die Möglichkeiten der Jagdgenossenschaft bei weitem übersteigt (Ausbaukosten nach heutigen Standards: ca. 150.000 bis 200.000 EUR/km Wegestrecke). | ||
| Die Stadtverwaltung hat vor einigen Jahren eine Zustandsbewertung aller Wege durchgeführt und eine Prioritätenliste erstellt. Deren Umsetzung ist bisher an der Finanzierung gescheitert. Auch bei einer möglichen staatlichen Förderung von max. 70 %, wäre lt. Frank Bauer der Eigenanteil nur zu decken, wenn von den Grundstücksanliegern Wegebaubeiträge erhoben würden. OV Heyen spricht sich deshalb dafür aus, kurz- und mittelfristig die notwendigen Unterhaltungsarbeiten wie bisher praktiziert durchzuführen, weil Ausbauprojekte nur dann umsetzbar sind, wenn die Finanzierung sichergestellt werden kann. Die lfd. Wegeunterhaltung kann teilweise auch – soweit die Strecken zum städtischen Radwegenetz gehören – aus dem städtischen Budget für die Unterhaltung des Rad- und Wanderwegenetzes mitfinanziert werden, was bisher so erfolgt ist. | ||