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Bitburg-Stadt
Ausgabe 28/2018
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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AUS DEM STADTARCHIV

Mai 1815: Bitburgs Oberbürgermeister Zangerle huldigt in Aachen dem preußischen König

Auf dem Wiener Kongress waren 1814/15 die Würfel gefallen: Das Bitburger Land wurde ein Teil der preußischen Rheinprovinz. Die offizielle Huldigungsfeier fand im 15. Mai 1815 in Aachen statt. Zu dieser Feier erhielt auch der Bitburger Bürgermeister F. S. Zangerle eine offizielle Einladung, unterzeichnet von Generalleutnant Graf von Gneisenau und dem preußischen Staatsrat Sack. – Bereits einen Tag vor der offiziellen Feier erhielt Zangerle ein Programm, in dem detailliert in 31 Punkten aufgelistet war, wie die Feierlichkeiten ablaufen sollten. Am Abend des 14. Mai ertönten 12 Kanonenschüsse. „Beim letzten Schusse wird mit allen Glocken sämtlicher Kirchen in drei Pulsen (eine jede von 10 Minuten), geläutet.“ Auch der 15. Mai begann mit 12 Kanonenschüssen und Glockengeläut, bevor im Rathaus alle Deputierten sich versammeln mussten, um den Treueid zu schwören.

„Wir versammelte Deputierte und Unterthanen huldigen, geloben und schwören für uns und in die Seele unserer Machtgeber, zu Gott dem Allwissenden und Allmächtigen einen leiblichen Eid und thun eine rechte Erbhuldigung …dem Herrn Friedrich Wilhelm, Könige von Preußen.“ Mit diesem Satz, den alle anwesenden Vertreter des Rheinlandes laut sprechen mussten, erklärte auch der Bitburger Oberbürgermeister für seine Heimat, dass sie nun preußische Untertanen geworden waren. Als Beweis für den abgelegten Eid erhielt der Bitburger Oberbürgermeister eine amtliche Urkunde.

(Die Stadt dankt der Bitburger Braugruppe Th. Simon für die Wiederbeschaffung des Dokumentes, das auf dem Umweg über Berlin nun wieder im Stadtarchiv liegt.)

P.N.