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Bitburg-Stadt
Ausgabe 29/2018
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Knüpft Bitburg bald Verbindungen nach Argentinien?

Die Festgäste freuten sich über einen gelungenen Eröffnungsabend.

Gesandter Sebastián Sayús trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Bitburg ein.

Mit stehenden Ovationen feierten die Gäste die Tango-Gruppe Malevaje Porteno

Teilnehmer am Gespräch über eine neue Städtepartnerschaft im Rathaus.

- Beim Eröffnungsabend des Europäischen Folklore-Festivals warb Gesandter Sebastian Sayus für Städtepartnerschaft

mit Tres Febrero

Mit einem argentinischen Abend eröffnete Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels das diesjährige Europäische Folklore-Festival. Rund 300 Gäste waren seiner Einladung ins Haus Beda gefolgt. Als Ehrengast des Abends sprach Sebastián Sayùs, Gesandter der argentinischen Botschaft in Berlin, zu den Anwesenden. In seiner Ansprache beschrieb der Diplomat seine Heimat Argentinien, das flächenmäßig achtgrößte Land der Erde mit seiner vielfältigen Natur. Auch für die Intensivierung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien warb Sayús. Im Anschluss trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Tango-Gruppe „Malevaje Porteño“ aus Buenos Aires, die für ihre tollen Aufführungen stehende Ovationen erhielten. Bürgermeister Joachim Kandels begrüßte seine Gäste sehr herzlich und verkündete gleich zu Beginn, dass das Ehepaar Poss vom Eifelbräu, das für das Catering verantwortlich zeichnete, am Vortag innerhalb von zwanzig Minuten gleich zwei Mal zu Großeltern geworden waren. Und noch während des Begrüßungsabends konnten die Gäste Rosi und Horst Assion die Geburt ihrer nächsten beiden Enkel feiern - ein fruchtbarer Abend also zur Eröffnung des Europäischen Folklore-Festival in Bitburg. Und das sollen die Beziehungen Bitburgs zum Gastland Argentinien in Zukunft auch werden. Bürgermeister Kandels erinnerte an die Liedzeile: „Buenos Dias Argentina! Guten Tag, du fremdes Land! Buenos Dias Argentina! Komm, wir reichen uns die Hand!“, die die deutsche Fußball-Nationalmannschaft anlässlich der Fußball-WM 1978 gemeinsam mit Udo Jürgens gesungen hatte. Bitburg sei eine welt- und kulturoffene Stadt im Herzen Europas und „Friede ist dort, wo die Menschen sich die Hand reichen“, so der Bürgermeister.

Diesen Gedanken griff der Ehrengast des Abends, der Gesandte der argentinischen Botschaft in Berlin, Sebastián Sayùs, gerne auf, der für eine Städtepartnerschaft Bitburgs mit der argentinischen Tres de Febrero warb. Argentinien sei ein vielfältiges Land mit einer multikulturellen Gesellschaft, in der auch deutsche Traditionen gepflegt werden. Die Beziehungen zwischen seiner Heimat und Deutschland befänden sich an einem wichtigen Punkt, was die gegenseitigen Besuche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Mauricio Macri der letzten Jahre deutlich gemacht hätten. Bereits seit 25 Jahren gebe es eine gut funktionierende Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires. Das nur 17 Kilometer von Buenos Aires entfernte Tres de Febrero sieht der Gesandte Sayús als mögliche Partnerstadt Bitburgs. Die Gespräche hierzu wurden am folgenden Morgen im Rathaus fortgesetzt. Im Herbst könnte es zu ersten Sondierungen mit den neuen Freunden aus Südamerika kommen.

Anschließend dankte der Diplomat für die große Ehre, dass dieser Abend seinem Land gewidmet worden sei, und trug sich ins Goldene Buch der Stadt Bitburg ein.

Für die besondere Stimmung sorgte ohne Zweifel die Tango-Gruppe „Malevaje Porteño“ aus Buenos Aires, die mit der traditionellen Musik, dem Gesang und natürlich dem Tango-Tanz die Gäste an diesem Abend mit auf eine Reise nach Argentinien nahm. Am Ende wurden sie mit stehenden Ovationen vom Publikum verabschiedet.

W.K.