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Bitburg-Stadt
Ausgabe 30/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Bitburgs römische Geschichte im modernen Gewand

Bürgermeister Joachim Kandels begrüßt die Gäste zur Eröffnung des Parcours

Archäologe Dr. Ferdinand Heimerl erläutert die Stein-Skulpturen im Lapidarium

Konserviertes Original-Gestein der Römermauer

Gepflegtes Beet an der Römermauer

An den Ständen in der Fußgängerzone boten Mitarbeiter/innen der Stadt Bitburg T-Shirts und Buttons vom Parcours.

„Endlich mal wieder eine öffentliche Veranstaltung“, mögen sich die rund 50 Besucher gedacht haben, die am 11. Juli auf Einladung von Bürgermeister Joachim Kandels zur Eröffnung des römischen Parcours auf den Parkplatz Grüner See unterhalb des Rathauses gekommen waren. Dort, wo an diesem Tag eigentlich der Festplatz des Europäischen Folklore-Festivals aufgebaut gewesen wäre, begrüßte der Rathauschef seine Gäste zum Start eines brandneuen, hochmodernen Angebotes für Touristen und Einheimische.

Aus dem römischen Rundweg in Bitburg aus dem Jahr 1995 ist ein Archäologischer Parcours geworden. Dort kann jeder das römische und teilweise auch das mittelalterliche Bitburg barrierefrei, spannend, modern und wissenschaftlich exakt aufgearbeitet erleben – die neue App mit zahlreichen Gimmicks wie z.B. die virtuelle Darstellung der römischen Bauten, Filmsequenzen zur Geschichte oder mit Bitburgern auf Entdeckungstour, 360-Grad-Ansichten und Vielem mehr bietet grenzenlose Möglichkeiten. Und wer ohne Handy unterwegs ist, findet selbstverständlich vor Ort mittels Monitoren, Darstellungen, Repliken von original Fundstücken bzw. an den Original-Schauplätzen alles zur Frühgeschichte unserer Stadt. Rund zwei Jahre lang haben Vertreter der Stadt, Archäologen und Planer an dem Konzept gearbeitet, das nun eröffnet wurde.

„Die Römermauer ist für Bitburg, was die Porta Nigra für Trier ist“, bilanzierte Dr. Ferdinand Heimerl in seiner Ansprache. Er hat einen ganz besonderen Bezug zu dem neuen Parcours, schließlich hat Dr. Heimerl an zahlreichen Grabungen in der Bitburger Innenstadt teilgenommen und seine Doktorarbeit über das römische Bitburg geschrieben. Das rund 600 Seiten starke Werk präsentierte er den Gästen. Er sei stolz, dass seine Arbeit eben nicht nur in einer Schublade verstaube, sondern sich im römischen Parcours wiederfinde.

Architektin Sabine Reiser, die für die Konzeption des Parcours verantwortlich zeichnete, beschrieb den Archäologischen Parcours in Bitburg als neues, modernes Konzept, das für die Besucher eine besondere Atmosphäre schafft, in der das historische Bitburg erlebbar wird. Es sei auch für sie ein anspruchsvolles und spannendes Vorhaben gewesen.

Zur Eröffnung hatte sich die Stadtverwaltung einiges ausgedacht: Gäste und Besucher konnten an zahlreichen Führungen über den neuen Parcours teilnehmen, fachmännisch begleitet durch die Archäologen Dr. Ferdinand Heimerl und Dr. Lars Blöck oder die beiden „Römer“ Hans Binsfeld und Edgar Comes. Am Glücksrad des Landesmuseums auf dem Petersplatz gab es kleine Preise zu gewinnen, ebenso bei einem spannenden Quiz, dazu gab es einen Fotostand, an dem man sich als Römer ablichten lassen konnte und schließlich gab es Buttons und T-Shirts.

Auf den Spuren der Römer wandeln - Führungen Archäologischer Parcours

Die Stadt Bitburg bietet ab sofort bis zum Ende der Herbstferien (18.10.2020) jeweils samstags eine kostenlose Führung durch den Archäologischen Parcours an.

Treffpunkt ist jeweils um 11:00 Uhr am Gäßestrepper-Brunnen in der Fußgängerzone.

Die Organisation läuft über die Tourist-Information.

Kontakt:

Tourist-Information Bitburger Land

Römermauer 6

54634 Bitburg

Telefon: 06561-94340

E-Mail info@eifel-direkt.de