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Bitburg-Stadt
Ausgabe 31/2021
Aus den Stadtteilen
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Umgestaltung des Friedhofs - Einsegnungshalle wird zur Friedhofskapelle

Restauriertes Holzkreuz

Blick in die Friedhofskapelle

Der Ortsbeirat Stahl hat sich nach eingehenden Beratungen dafür entschieden, den Friedhof des Stadtteils umzugestalten. Das Friedhofskonzept 2030 wurde in der Sitzung vom 10.12.2018 einstimmig beschlossen. Im Protokoll der Sitzung ist die Beratung und Beschlussfassung wie folgt dokumentiert:

TOP 1: Beratung und Beschlussfassung über das Konzept 2030 für den Friedhof Stahl

„Der Ortsbeirat hat sich in verschiedenen Besprechungen mit der künftigen Nutzung und Gestaltung des Friedhofs in Stahl befasst, zuletzt am 05.11.2018. Ralf Mayeres von der Stadtverwaltung trägt die aus den bisherigen Beratungsergebnissen resultierenden Vorschläge zur Umgestaltung des Friedhofs auf Basis einer Entwurfsplanung mit Kostenschätzung vor.

Da bis zum Jahre 2030 die Nutzungsrechte an mehr als 60 Grabstätten und mehr als 30 Gräbern - überwiegend im alten Teil der Anlage - auslaufen und davon ausgegangen werden kann, dass die überwiegende Anzahl der Gräber nicht wiedererworben wird, ist ein mittelfristiges Konzept für die künftige Nutzung der Gesamtanlage erarbeitet worden. Darin wird der erkennbaren Entwicklung hinsichtlich der geänderten Bestattungskultur Rechnung getragen. Lt. R. Mayeres geht die Entwicklung dahin, dass rd. 2/3 aller Bestattungen künftig Urnenbestattungen sind.

Die Aufstellung des Friedhofskonzeptes ist als kurzfristige Maßnahme (bis Ende 2020) im Maßnahmenplan Zukunftscheck Dorf (lfd. Nr. 7) enthalten. Die Umsetzung wird sich allerdings über mehrere Jahre erstrecken.

OBM Siebers regt an, die im neuen Teil des Friedhofs vorgesehenen Urnengrabfelder etwas großzügiger zu gestalten, damit die Angehörigen und Friedhofsbesucher mehr Platz am Urnengrab zur Verfügung haben. Dem soll Rechnung getragen werden.

Die vorgestellte Gestaltungsplanung wird ansonsten von den Mitgliedern des Ortsbeirates begrüßt. Die Kosten für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes betragen rd. 50.000 EUR, davon entfallen ca. 30.000 EUR auf den geplanten Parkplatz.

Die Friedhofsumgestaltung ist nicht budgetpflichtig und gehört zu den Pflichtaufgaben der Stadt Bitburg, so dass in den kommenden Jahren entsprechende Haushaltsansätze im städtischen Haushalt - soweit es um Investitionsmaßnahmen geht - vorgesehen werden müssen.

Der Ortsbeirat fasst einstimmig folgenden

Beschluss:

Der Ortsbeirat Stahl stimmt dem Planentwurf zur Umgestaltung des Friedhofs (Konzept 2030) in der vorliegenden Form zu. Der Stadt wird gebeten, in den kommenden Haushaltsjahren die zur Umsetzung der vorgesehenen investiven Maßnahmen erforderlichen Haushaltsmittel zu bewilligen. Der geplante Parkplatz soll in 2020 angelegt werden.“

Ein Teil der Erweiterungsfläche wird künftig als Parkplatz angelegt und genutzt. Die aufgelassenen Grabstellen im Altbestand werden mit Hochstämmen und Beeten bepflanzt, so dass ein der Würde des Ortes entsprechender parkähnlicher Charakter entsteht. Zusätzliche Urnen- und Rasengräber werden angelegt.

Bereits im Zuge der Beratungen zum Friedhofskonzept 2030 war erstmals 2016 angeregt worden, die Einsegnungshalle als Friedhofskapelle umzugestalten, da sie kaum noch zu Aufbahrungszwecken genutzt wurde und wird. Es finden fast nur noch Urnenbestattungen statt und wegen fehlender Kühlung werden Särge vorwiegend in der städtischen Anlage auf Kolmeshöhe bis zur Beerdigung eingestellt.

Der Dorf- und Förderverein hat sich jetzt mit einstimmigem Vorstandsbeschluss dafür ausgesprochen, die Umgestaltung der Einsegnungshalle, die Mitte der 60er Jahre erbaut wurde, in eigener Regie durchzuführen.

In diesem Zusammenhang soll auch eine Sanierung des Schieferdaches und Erneuerung der Regenrinne erfolgen. Die Kosten hierfür in Höhe von rd. 9.000 EUR werden aus Haushaltsmitteln der Stadt finanziert. Der Dorf- und Förderverein übernimmt die Anstreicher- und Schreinerarbeiten, die ehrenamtlich von Rolf Berscheid und Egon Geisen ausgeführt werden. Beide Flügel des Eingangstores erhalten Fenster. Innen- und Außenanstrich werden erneuert. Der Innenraum wird bestuhlt und es wird ein anderes von Rolf Berscheid gestiftetes und von Egon Geisen restauriertes Holzkreuz aus dem 19. Jahrhundert an der Stirnseite angebracht. Dabei handelt es sich vermutlich um ein Friedhofskreuz vom damaligen Friedhof an der Stahler Kapelle. Egon Geisen stiftet aus seinem Privatbesitz eine Madonna, die er ebenfalls in vielen Arbeitsstunden liebevoll restauriert hat. Die Arbeiten werden vor Allerheiligen 2021 abgeschlossen.

Ortsvorsteher Heyen und Vereinsvorsitzender Schmitz dankten beiden Stahler Bürgern im Namen des Ortsbeirates, des Dorf- und Fördervereins und der Einwohner des Stadtteils Stahl für ihren unentgeltlichen Einsatz und ihre von handwerklichem Können geprägte Arbeit.