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Bitburg-Stadt
Ausgabe 33/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Ein Bischofsbesuch brachte vor 150 Jahren noch die ganze Stadt auf die Beine

Bitburg war bis ins 19. Jahrhundert eine rein katholische Stadt. Die ersten Protestanten kamen erst mit der preußischen Verwaltung nach 1815 in die Stadt, erste Juden zogen erst um 1820/30 nach Bitburg. Die Katholiken blieben in der Überzahl. Wenn der Trierer Bischof auf Visitations- oder Formungsreise in die Stadt kam, war das stets ein besonderes Ereignis, das wie ein kleines Volksfest gefeiert wurde. Regelmäßig wurde bei einem Bischofsbesuch auch im Stadtrat darüber diskutiert, wie man die Stadt in bestem Licht erscheinen lassen könne. So beschloss der Rat am 26. Juli 1860: „Bei der bevorstehenden Ankunft des Hochwürdigsten Herrn Bischofs beschließt der Stadtrat, dass die nötigen Maien zur Besetzung der Straße bis zur Kirche St. Peter sowie Laub und Fichtenstämme zur Verzierung der Kirche ad St. Petrum aus dem Gemeindewald von Bitburg abgegeben werden können. Bei der Ankunft des Bischofs sollen die Böller gelöst werden und wird Herr Goergen mit der Beschaffung der Gegenstände beauftragt.“

P.N.