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Bitburg-Stadt
Ausgabe 35/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

„Die Gemeinde Stahl ist bekanntlich arm.“

Im Sommer 1847 hatte die Brücke über die Nims bei der so genannten Billenmühle in Stahl nach Unwettern und Hochwasser erheblichen Schaden gelitten. Die Brücke war so schadhaft, dass die Polizei die Brücke sperren ließ. Das brachte erhebliche Verkehrsprobleme, auf jeden Fall sollte die Brücke sofort wieder instandgesetzt werden. Da den Stahlern aber die notwendigen Mittel fehlten, wandten sie sich u.a. an die Stadt und baten um „eine beliebige Beisteuer“. Der Bitburger Stadtrat beschäftigte sich am 14. August 1847 mit dem Verkehrsproblem. Die Stadtväter stellten zunächst lapidar fest: „Die Gemeinde Stahl ist bekanntlich arm, und es fehlen ihr hierzu alle Mittel.“ Nach Beratung fasste man einen Beschluss: „Da die Gemeinde Bitburg mit Holzabfuhren die Brücke sehr beansprucht, so billigt der Gemeinderat (von Bitburg) der Gemeinde Stahl einen Zuschuss von 10 Thalern, die aber dann erst ausgezahlt werden sollen, wenn mit dem Bau der Brücke bereits begonnen ist.“. Offenbar wurde die Reparatur – trotz der beschämend geringen Beteiligung der Stadt - umgehend ausgeführt, so dass der Verkehr in Richtung Stahl und Bedhardt wieder reibungslos laufen konnte.

P.N.