Titel Logo
Bitburg-Stadt
Ausgabe 35/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Gemeinsam wird’s effizienter! – Acht Kommunen aus den Landkreisen Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm systematisieren ihr Energiemanagement

Zweijährige Reihe der Energieagentur Rheinland-Pfalz zur Einführung eines kommunalen Energiemanagements startet am 26. August 2020

Systematisches Energiemanagement in der Kommune spart Energie, entlastet den Haushalt und mindert Emissionen. Acht Kommunen aus der Region beginnen am 26. August mit der Arbeit daran, die Energieverbräuche ihrer Liegenschaften – wie Verwaltungsgebäuden, Schulgebäuden und Kindergärten – genauer „unter die Lupe“ zu nehmen und Energieverbräuche zum Beispiel in Zusammenhang mit Gebäudezustand und Nutzerverhalten systematisch zu betrachten.

In öffentlichen Liegenschaften fallen aufgrund ihrer Größe und Nutzungszeiten jährlich hohe Energiekosten an. Mit steigenden Kosten für Energie lohnt es sich für Kommunen zunehmend, sich stärker um das Thema zu kümmern – und zugleich ihrer „Vorbildrolle“ bei der Umsetzung der Energiewende gerecht zu werden.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen fünf Jahren bereits viele rheinland-pfälzische Kommunen bei der Einführung und Etablierung eines Energiemanagements für ihre Liegenschaften erfolgreich begleitet. Nun hat sie das Projekt „Energiecontrolling und -management für kommunale Liegenschaften“ neu aufgelegt und bietet das Projekt landesweit in sechs Regionen an. Insgesamt acht Kommunen sind bisher bei der neuen Schulungsreihe im ehemaligen Regierungsbezirk Trier dabei, darunter die VG Traben-Trarbach, die VG Wittlich-Land, die VG Daun, die VG Ruwer, die VG Trier-Land, die Stadt Bitburg, der Vulkaneifelkreis, der Kreis Trier-Saarburg. Die Stadt Trier nimmt an einer gesonderten Reihe für fortgeschrittene Kommunen teil.

Ziel des Projekts ist es, die Kommunen bei der Einführung bzw. Etablierung eines systematischen Energiecontrollings zu unterstützen, denn oft spielten bei früheren Bauten aufgrund niedriger Preise für Strom und Heizenergie Energieaspekte keine Rolle, so dass kein Augenmerk auf die Entwicklung von Verbräuchen gelegt wurde. Durch die Einführung bzw. Systematisierung eines Energiemanagements erhalten die Kommunen Transparenz zum Energiebedarf und können dadurch die vorhandenen Einsparpotenziale heben und Einsparungen ermitteln.

„Klimaschutz ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Als Kommune haben wir eine wichtige Vorbildfunktion, und die Bemühungen für den Klimaschutz dürfen wir auch in den momentan schwierigen Zeiten nicht hintenanstellen“, so Andreas Ludwig, Dezernent für Umwelt, Planung, Bauen und Verkehr sowie Beigeordneter der Stadt Trier.

Durch die aktive Teilnahme von Mitarbeitern aus der Verwaltung an den vierteljährlich stattfindenden Arbeitstreffen, die die Energieagentur Rheinland-Pfalz organisiert, und die parallele Einführung des Energiemanagements werden Effizienzmaßnahmen entwickelt und umgesetzt, um den Energieverbrauch dauerhaft und nachhaltig zu senken und somit Kosten zu sparen.

„Oft kümmert sich in den Kommunen niemand speziell um die Energieverbräuche – die Rechnungen werden zwar bezahlt, aber wofür und wieviel Strom und Wärme in welcher Liegenschaft verbraucht wird und wie sich die Verbräuche entwickeln, das wird nicht erfasst“, so Mareen Kilduff, die das Projekt bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz leitet. Nicht nur unter Kosten-, sondern auch unter Umweltaspekten sei es aber geboten, die Energieverbräuche und ihre Entwicklung genauer ins Blickfeld zu nehmen. „Die meisten Kommunen sind dann überrascht, wie groß das Einsparpotenzial ist.“