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Bitburg-Stadt
Ausgabe 4/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Vortrag „70 verhängnisvolle Jahre der Zeitgeschichte der Familie Juda“ zum Nationalen Gedenktag am 27. Januar 2020

Seit 1996 ist der 27. Januar der nationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

In seiner Proklamation zum nationalen Gedenktag führte der damalige Bundespräsident Prof. Roman Herzog aus: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Nachdem in den vergangenen Jahren seitens der Stadt Bitburg und der Kulturgemeinschaft Bitburg sehr beeindruckende Lesungen anlässlich des nationalen Gedenktages durchgeführt wurden, wird am

Montag, 27. Januar 2020, um 10.00 Uhr

im Festsaal des Hauses Beda in Bitburg

Henri Juda einen Vortrag über seine Familiengeschichte von 1910 bis 1980 mit dem Thema „70 verhängnisvolle Jahre der Zeitgeschichte der Familie Juda“ halten.

Anhand vieler noch nie veröffentlichter Dokumente versucht der in Luxemburg lebende Henri Juda auf seine besonders fesselnde Art die fatalen Jahre 1910-1980 am Beispiel seiner Familiengeschichte zu beleuchten.

Die Familie Henri Judas väterlicherseits stammt aus Bitburg, wo seine Eltern nach dem Krieg ein Kleidungsgeschäft in der Saarstraße führten.

Während beide Großmütter dem Holocaust zum Opfer fielen, überlebte seine Mutter Auschwitz. Eine mutige Bauernfamilie versteckte seinen Vater während der Kriegsjahre in einem Kuhstall.

Herr Juda wird erstaunliche Geschichten von wirtschaftlichem Aufstieg, Feindschaften und Verrat, Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung, Deportation und Ermordung sowie dem Versuch, in der Nachkriegsgesellschaft ein neues Leben aufzubauen, vortragen. Ein Leben, in dem Versöhnung und Vergessen aber auch Verdrängen im Mittelpunkt standen.

Auf Initiative von Henri Juda gründete sich im Jahr 2010 der Arbeitskreis Gedenken und Aufarbeitung der Zeitgeschichte. Als Mitglied des Arbeitskreises ist Henri Juda ein wertvoller Mitarbeiter und Mitstreiter für die Gedenkarbeit in Bitburg.

Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.