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Bitburg-Stadt
Ausgabe 40/2018
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Ausbau der Plätze „Am Markt“ und „Grüner See“ in Bitburg

Planskizze Greenbox "Grüner See"

Planskizze Greenbox "Am Markt"

Im Rahmen der Erneuerung der Bitburger Innenstadt stehen nach der Fertigstellung der Fußgängerzone mit ihren Nebenstraßen in den kommenden Jahren die Plätze „Am Markt“ und „Grüner See“ zum Ausbau an. Auch zur Gestaltung dieser Plätze hat die Stadt Bitburg einen Planungswettbewerb durchgeführt, bei dem die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung mit eingeflossen sind.

Nachdem sich das Preisgericht auf die entsprechenden Siegerentwürfe geeinigt hatte, wurden diese im Rahmen einer kleinen Ausstellung im Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung kann sich jeder noch bis zum 5. Oktober im kleinen Sitzungssaal des Rathauses ansehen.

Insgesamt wurden sieben Arbeiten für den Wettbewerb eingerichtet. Gewonnen hat der Entwurf des Büros „Greenbox“ aus Köln. Als Preisgeld erhielt das Büro für den Siegerentwurf einen Betrag in Höhe von 12.000 Euro zzgl. MWSt. = 14.280 Euro. Die Planer beschreiben ihre Ideen für die Plätze wie folgt:

Platzgestaltung „Grüner See“

Den „Grünen See“ dominieren die Reste der mächtigen römischen und mittelalterlichen Befestigungsanlage sowie der Kirchturm der Liebfrauenkirche. Angelagert am „Grünen See“ befinden sich zahlreiche wichtige städtische Funktionen wie der direkte Zugang zum Rathaus und zur Fußgängerzone, das auf der anderen Straßenseite gelegene Stadthaus und die Gebäude der Brauerei Simon, ein Wahrzeichen Bitburgs. Somit übernimmt der „Grüne See“ eine vorrangig repräsentative Funktion, die durch Aufenthalt und Dokumentation bei gleichzeitiger Wahrung multifunktionaler Ansprüche ergänzt wird. Die Gestaltung berücksichtigt dabei die wichtigen Wegeverbindungen zur Innenstadt.

Die straßenbegleitenden Bestandsgehölze bleiben erhalten.

Der „Grüne See“ nimmt auch gesamtstädtisch eine übergeordnete repräsentative Funktion ein, da hier die Stadtmauer originalgetreu restauriert wurde und nun angemessen in Szene gesetzt werden kann. Dies wird durch die Umsetzung des Masterplans Licht in Form einer linearen Beleuchtung und die Hervorhebung des Verlaufs der Mauer durch ein hochwertiges Natursteinband erreicht. Die offene Platzfläche verleiht der Befestigungsanlage Raumwirkung.

Das Wasserspiel auf der Platzfläche unterstützt den repräsentativen Charakter, lädt zum Spielen ein und weist auf die historische – und in der Ortsbezeichnung noch enthaltene – Funktion als Wassergraben hin. Bänke bieten Aufenthaltsmöglichkeiten und rahmen den Platz, der davon abgesehen frei von Möblierung bleibt. Seine Multifunktionalität bleibt somit erhalten. Die Außengastronomie des ansässigen Lokals kann sich weiter zum Platz hin öffnen und diesen im südlichen Teil bespielen.

Die Stelen des Archäologischen Parcours fügen sich wie selbstverständlich in die Gestaltung ein. Die Parkflächen sind zurückhaltend im nördlichen Bereich entlang der Straße angeordnet und werden über die schon bestehende Zufahrt zur Tiefgarage erschlossen. Hier hat der Fußgänger dem motorisierten Verkehr gegenüber Vorrang.

Platzgestaltung „Am Markt“

Die Fläche „Am Markt“ wird freiräumlich der neugestalteten Konrad-Adenauer-Anlage zugerechnet, jedoch größtenteils durch die Ludesgasse von dieser getrennt. Während die Konrad-Adenauer-Anlage parkartig geprägt ist und vor allem Funktionen wie Aufenthalt und Kinderspiel aufnimmt, ergänzt die Fläche „Am Markt“ diesen Bereich durch die Funktionen Erinnerung und Dokumentation. Sie bietet eine urbanere, durch den Baumhain jedoch grün geprägte Aufenthaltsqualität. Bestandsbäume werden weitestgehend erhalten und durch Neupflanzungen ergänzt.

Durch eine großzügige Natursteinbank wird der ehemalige Verlauf der – hier mittelalterlichen - Stadtmauer nachgezeichnet. Sie wird, analog zu der beleuchteten Stadtmauer am „Grünen See“, durch ein lineares Leuchtelement in Szene gesetzt und bodengleich fortgeführt. In ihrer Oberfläche sind die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Stadt Bitburg abzulesen. Das von Sebastian Langner entworfene Mahnmal findet, wie von dem Künstler angedacht, im nördlichen Bereich der Fläche seinen angemessenen Platz. Die genaue Positionierung wird im Nachgang mit dem Künstler festgelegt. Diese Orte der Erinnerung und Dokumentation liegen in einer von einer metallenen Intarsie eingefassten Fläche aus wassergebundener Wegedecke. Der Materialwechsel unterstreicht die Besonderheit des Ortes.

Der bestehende Pavillon, das Vereinsheim der Radsportfreunde Bitburg, wird in die Platzgestaltung integriert.

Die Freifläche kann vom Verein multifunktional genutzt werden. Fahrradstellplätze werden auf der Teilfläche südlich der Ludesgasse angeboten. Hier findet eine Stromtankstelle für E-Bikes ihren Platz. An zentraler Stelle ist dort der Behindertenparkplatz verortet. Weitere Parkplätze befinden sich am südlichen Ende der Nebenstraße „Am Markt“.

In Kürze werden sich die zuständigen städtischen Gremien mit den Entwürfen befassen.