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Bitburg-Stadt
Ausgabe 50/2018
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Holzvermarktung des Forstreviers erfolgt künftig über die Holzvermarktungs-GmbH Eifel

- Stadtrat stimmt Gesellschaftervertrag zu

Die langjährige Praxis, den Holzverkauf auf das Land Rheinland-Pfalz zu übertragen und damit Zugang zum Vermarktungspool des Landes zu erhalten, kann ab dem 1. Januar 2019 nicht mehr fortgesetzt werden. Dieses Verfahren hat das Bundeskartellamt für ganz Deutschland bemängelt. Deshalb haben die waldbesitzenden Gemeinden in der Eifel die Holzvermarktungs-GmbH Eifel gegründet, die künftig den Verkauf von Rundholz organisieren wird. Nun hat der Stadtrat einstimmig dem Gesellschaftervertrag zugestimmt und die Holzvermarktung der Stadt Bitburg an die neue Gesellschaft übertragen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die ADD Trier wird die Verwaltung jetzt zügig die weiteren Schritte veranlassen.

Bisher hatte die Stadt Bitburg - wie über neunzig Prozent aller waldbesitzenden Kommunen in Rheinland-Pfalz - die Verwertung des Holzes aus dem Stadtwald auf das Land übertragen. Die gemeinsame Vermarktung des Holzes aus Staats-, Gemeinde- und teilweise auch Privatwald hatte viele Vorteile wie z.B. die Qualitätssicherung und die kontinuierliche Versorgung der Holzindustrie. Gleichzeitig konzentrierten sich die Holzverkäufe auf immer weniger, dafür aber umso größere Abnehmer. Dieses Verfahren wurde vom Bundeskartellamt bemängelt und läuft deshalb zum 31.12.2018 aus.

Aufgrund der Empfehlungen des Gemeinde- und Städtebundes, des Waldbesitzerverbandes und des zuständigen Landesministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten entwickelte eine Arbeitsgruppe ein neues Verfahren für die Holzvermarktung. Danach wird mit Förderung des Landes Rheinland-Pfalz eine Holzvermarktungs-GmbH Eifel mit Sitz in Hillesheim gegründet, an der sich die Kommunen in der Eifel als Gesellschafter beteiligen können. Auf diese Weise soll der Holzmarkt als verlässliche Einnahmequelle der Kommunen erhalten bleiben.

Mit Ausnahme der Verbandsgemeinde Prüm sind alle rheinland-pfälzischen verbandsfreien Gemeinde und Verbandsgemeinden in der gesamten Eifel an der Gesellschaft beteiligt.

Mit einstimmigem Votum hat der Stadtrat nun eine Beteiligung der Stadt Bitburg mit einem Gesellschaftsanteil in Höhe von 5.000 Euro beschlossen und der Holzvermarktungs-GmbH Eifel die Vermarktung des im Forstbetrieb Bitburg anfallenden Rundholzes übertragen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren Schritte zur Verwirklichung des Projektes nun durchzuführen.

Nicht davon betroffen ist der örtliche Brennholzverkauf, an dem sich an der bisherigen Praxis nichts ändern wird.

W.K.