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Bitburg-Stadt
Ausgabe 50/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Weiterer Anlauf für eine Landesgartenschau in Bitburg

So war es am 13. März 2016: Tausende von Menschen aus der ganzen Region sangen auf dem Spittel "Wir woll'n die Gartenschau!"

Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder des Stadtrates der Stadt Bitburg dazu entschieden, dass sich der Zweckverband Flugplatz Bitburg mit dem Projekt „Housing Bitburg“ um die Landesgartenschau 2026 bewirbt. Die Verwaltung des Zweckverbandes Flugplatz Bitburg wurde damit beauftragt, alle Arbeiten und Maßnahmen durchzuführen, um die Bewerbung gemäß den Vorgaben der Bewerbungsleitlinien fristgerecht einreichen zu können.

Die endgültige Entscheidung, ob es tatsächlich eine Bewerbung geben wird, richtet sich danach, ob auch der Kreistag des Eifelkreises und der Rat der Verbandsgemeinde Bitburger Land ihre Zustimmung erteilen. Auch in den Ortsgemeinderäten Röhl und Scharfbillig, die jeweils 1 Prozent der Anteile am Zweckverband halten, wird das Thema besprochen.

Es wäre dies nach 2016 (für die LGS 2022) die zweite Bewerbung mit dem Housing-Gelände um eine Landesgartenschau.

Wie am 13. September 2016 im Mainzer Wirtschaftsministerium verkündet wurde, erhielt die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2022. Damit waren Bitburgs Bemühungen, auf dem Gelände der damals noch amerikanischen Wohnsiedlung (Housing) eine Landesgartenschau auszurichten, nicht von Erfolg gekrönt. Doch mit den Planungen im Rahmen der Bewerbung war eine gute Grundlage geschaffen, auf der die Konversion des Geländes aufbauen konnte. Nach der Rückgabe des Housing-Geländes durch die amerikanischen Streitkräfte am 7. November 2017 begann die Arbeit.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) als Eigentümerin sicherte das Gelände und begann mit der Bewertung. Gleichzeitig einigten sich die Verantwortlichen vor Ort, dass die Konversion über den Zweckverband Flugplatz Bitburg abgewickelt werden soll. Am Zweckverband sind neben der Stadt Bitburg (37 Prozent Anteile), der Eifelkreis Bitburg-Prüm (37 Prozent), die Verbandsgemeinde Bitburger Land (24 Prozent) sowie die beiden Ortsgemeinden Röhl und Scharfbillig (je 1 Prozent) beteiligt.

Seit September 2020 liegt die Endfassung einer Machbarkeitsstudie vor, die die Bildung eines grünen Gründerzentrums, den Bau neuer Häuser bzw. die Modernisierung vorhandener Wohnblocks sowie die Erneuerung von Sport- und Freizeitstätten auf dem Housing-Gelände vorsieht.

Gleichzeitig wurde im politischen Raum die Überlegung geäußert, sich mit dem Projekt „Housing Bitburg“ erneut zur Durchführung einer Landesgartenschau im Jahre 2026 zu bewerben.

Mit dem jetzigen Beschluss des Stadtrates wird das Vorhaben konkret. Falls Kreistag und VG-Rat ebenfalls zustimmen, wird sich der Zweckverband Flugplatz mit dem Housing-Gelände um die Landesgartenschau 2026 bewerben. Bis zum 15. Oktober 2021 muss die Bewerbung beim zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz vorliegen. Bis dahin muss ein schlüssiges Konzept vorliegen, das die Juroren überzeugt.

Ebenfalls bewerben wollen sich die Städte Mainz, Neustadt/Weinstraße, Bendorf und Speyer.