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Bitburg-Stadt
Ausgabe 51/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Wichtiges Erbe in Bitburg: Ein Mistenplatz mit daneben liegendem Ställchen in der Mohrengasse

Wir haben früher schon einmal darüber berichtet, welche Bedeutung ein „Mistenplatz“ in den engen Gassen Bitburgs hatte. Der folgende Vertrag von 1830 bestätigt dies erneut:

1830 kamen Christoph François, Tagelöhner aus Rittersdorf, und Hans Georg Elsen, Handelsmann aus Bitburg zu Notar Nels nach Bitburg. François erklärte, dass vor einigen Monaten eine Erbteilung stattgefunden habe; er habe dabei Grundbesitz in der Stadt erhalten. Nun wolle er ihn an Elsen verkaufen: „Eine ihm angehörige hier in Bitburg in der Mohrengasse gelegene Mistenplatz mit dem daran liegenden Ställchen und dem halben Giebel, welcher diesen Mistenplatz und Ställchen von den daran liegenden Gebäuden, nämlich einem Stalle und Wohnzimmer des Nicolaus Goergen und Johann François trennt.“ Preis für Ställchen und Mistenplatz: 43 Taler. Selbst in der engen Mohrengasse, der heutigen Murengasse, gab es also Ställe und Mistenplätze, die zu verkaufen offenbar nicht schwer war. Mistenplätze waren – wie wir bereits wissen - in Bitburg einst eine sichere Kapitalanlage, auch wenn sie in engsten Gassen lagen und dort nicht gerade für Wohlgeruch sorgten!

P.N.