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Bitburg-Stadt
Ausgabe 6/2021
Nachrichten anderer Behörden und Dienststellen
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Der regionale Arbeitsmarkt im Januar

Der Winter hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt

In der Region Trier waren im Januar 12.592 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 1.124 mehr als im Dezember und 1.654 mehr als im Januar des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist von 3,9 Prozent im Dezember auf 4,3 Prozent im Januar gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sie sich um 0,6 Prozentpunkte.

Die Bewegungsdaten, die die Zugänge in Arbeitslosigkeit und die Abgänge aus Arbeitslosigkeit bewerten, geben wichtige Hinweise zur Dynamik am Arbeitsmarkt. Mehr Zugänge als Abgänge weisen auf eine steigende Arbeitslosigkeit hin. 3.311 Menschen haben sich im Januar arbeitslos gemeldet, 2.189 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Personengruppen – jugendliche und ältere Arbeitslose, Frauen und Männer, Ausländer und Langzeitarbeitslose

6.886 der Arbeitslosen sind Männer, 5.706 Frauen. Unter den insgesamt 12.592 Arbeitslosen befinden sich 1.338 Jüngere unter 25 Jahren, 3.097 Ältere ab 55 Jahren sowie 2.991 Ausländer und 3.350 Langzeitarbeitslose. Alle Personengruppen sind vom saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen, besonders stark jedoch Langzeitarbeitslose und Menschen ab 50 Jahren. In dieser Altersgruppe sind 4.407 Menschen, 10,1 Prozent oder 406 mehr als im Dezember arbeitslos.

Kurzarbeit

Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 nutzen die Betriebe der Region das Instrument der Kurzarbeit, um ihre Beschäftigten zu halten.

Im Januar haben 446 Betriebe für 3.343 Mitarbeitende Kurzarbeit angezeigt, im Dezember waren 551 Anzeigen für 4.688 Beschäftigte eingegangen. In der Summe wurden von April 2020 bis Januar 2021 7.500 Anzeigen für 73.741 Beschäftigte bei der Agentur für Arbeit gestellt. Hier zeichnen sich die Auswirkungen der Corona-Krise und des Lockdowns deutlicher ab: Die meisten Anzeigen kamen aus dem Gastgewerbe, dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Handel.

Die Anzeigen sind jedoch nur ein eingeschränkter Indikator für den Eintritt in Kurzarbeit. Sie müssen gestellt werden, um bei Bedarf Kurzarbeit abrechnen zu können, sagen aber nichts darüber aus, ob das Unternehmen tatsächlich Kurzarbeit realisiert. Einen gesicherten Überblick über die Kurzarbeit in der Region bietet jedoch die Auswertung der real umgesetzten Kurzarbeit.

Für den Agenturbezirk Trier liegt diese nun bis September 2020, für Stadt und Kreise bis August 2020 vor. Daten über realisierte Kurzarbeit können aufgrund der Dauer von Antrags- und Abrechnungsverfahren nur mit einer Wartezeit von fünf Monaten gesichert veröffentlicht werden. Das heißt, Statistiken über die tatsächlich praktizierte Kurzarbeit im Januar 2021 werden erst ab Juli vorliegen.

Die im gesamten Agenturbezirk Trier tatsächlich realisierte Kurzarbeit betraf im September 2020 1.264 Betriebe und 7.697 Beschäftigte, 155 Betriebe und 1.298 Beschäftigte weniger als im August. Welche Wirtschaftsklassen am stärksten betroffen waren, ist für den Agenturbezirk bis Juli ausgewertet. Demnach war die Kurzarbeit im Gastgewerbe, gefolgt von Handel und Verarbeitendem Gewerbe am höchsten.

Blick in die einzelnen Regionen

Eifelkreis Bitburg-Prüm

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Arbeitslosenquote liegt trotz Steigerung um 0,3 Prozentpunkte gegenüber Dezember und 0,6 Prozentpunkten gegenüber Januar 2020 auf einem im regionalen Vergleich sehr niedrigen Niveau von 3,3 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von Dezember auf Januar um 158 auf 1.788 Personen gestiegen.

Unter den aktuell 949 arbeitslosen Männern und 839 arbeitslosen Frauen befinden sich 182 Jüngere zwischen 15 und 24 Jahren, 650 ab 50jährige, darunter 473 Ältere ab 55 Jahren, sowie 426 Ausländer und 463 Langzeitarbeitslose. 334 Menschen konnten im Januar ihre Arbeitslosigkeit beenden, 481 Personen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben im Januar 75 Betriebe für 530 Mitarbeitende Kurzarbeit angezeigt. Im Dezember waren es noch 90 Betriebe und 672 Beschäftigte. Die realisierte Kurzarbeit betraf im August 2020 258 Betriebe mit 1.231 Beschäftigten. Im Juli lagen die Zahlen noch bei 314 Unternehmen und 1.533 Beschäftigten.