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Bitburg-Stadt
Ausgabe 7/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Kommunale Holzvermarktungsorganisation Eifel feiert ihr einjähriges Bestehen

Beirat der KHVO-Eifel

Am 16. Januar konnte die KHVO-Eifel ihr einjähriges Bestehen feiern. Kartellrechtliche Urteile hatten das Land gezwungen, die Holzvermarktung von Kommunal-, Landes- und Privatwald zu trennen. Hierzu wurden vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Land fünf kommunale Verkaufsorganisationen aus der Taufe gehoben.

Gleich zu Beginn stellte Sturm „Eberhard“ und ein ereignisreiches Borkenkäferjahr die neue Verkaufsorganisation vor große Herausforderungen.

Der Geschäftsführer der KHVO-Eifel, Christian Mehlhorn, blickt nach dem ersten Jahr zurück, startete er doch vor genau einem Jahr in einem leeren Büro. „Sogar den Kuli musste ich mir anfangs leihen“ erinnert er sich. Heute nach einem Jahr sieht das ganze schon anders aus, die KHVO hat sechs Mitarbeiter und voll ausgestattete Büros.

Nach dem Sturm „Eberhard“ startete die KHVO-Eifel den Holzverkauf im April, drei Monate vor dem eigentlich geplanten Beginn im Juli. Und hatte zum Ende des Jahres eine Vermarktungsmenge vor allem im Schadholzbereich von 160 tsd. Kubikmeter Holz. Somit hat sie im ersten Jahr schon fast den für die Holzvermarktungsorganisation geplanten Umsatz erreicht.

Herr Mehlhorn stellt den besonderen Verdienst der kommunalen Forstmitarbeiter und der Mitarbeiter von Landesforsten heraus. Ohne die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen diesen und der KHVO-Eifel wäre in diesem Extremjahr ein Scheitern der Neustrukturierung zum Schaden aller wohl unausweichlich gewesen. Trotz kartellrechtlicher Restriktionen, die eine Zusammenarbeit zwischen der KHVO und Landesforsten deutlich erschwert, gaben alle ihr Bestes, um die Krisensituation im Sinne der Waldbesitzer zu bewältigen.

Christian Mehlhorn betont aber, dass der Aufbauprozess bei weitem noch nicht abgeschlossen sei:

Wir arbeiten seitens der kommunalen Holzvermarktungsgesellschaft daran, die Kommunikation zwischen Landesforsten und den Ortsgemeinden weiter zu verbessern, so dass bei größtmöglicher Transparenz die anfallenden Hölzer der Waldbesitzer zu bestmöglichen Preisen am Markt platziert werden können. Das ist unsere Aufgabe, Zielsetzung und unser Selbstverständnis.

Hierzu wurde im November der Beirat der KHVO-Eifel konstituiert. Der Beirat ist das wichtige Bindeglied zwischen den über 300 Ortsgemeinden als Waldbesitzenden und ihrer Holzvermarktungsorganisation. Gewählt wurde Herr Otmar Koch, erster Beigeordneter der Ortsgemeinde Rittersdorf, kommunaler Revierleiter und Mitglied der Arbeitsgruppe „Holzvermarktung“, als Sprecher des Beirates sowie Herr Thorsten Kabuth, Ortsbürgermeister in Hohenleimbach.

Somit hat sich unter kartellrechtlichen Vorgaben eine neue Struktur in Rheinland-Pfalz etabliert und es bleibt zu wünschen, dass sie sich im Sinne der Waldbesitzer weiterhin so gut schlägt wie bisher.

Hier blickt Bürgermeister Hans Peter Böffgen als Vorsitzender der KHVO Eifel GmbH mit Zuversicht in das zweite Jahr. Dem Geschäftsführer Mehlhorn und seinem Team dankt er für ihren Einsatz und ihre Ausdauer! Die Holzmarktlage und die Startbedingungen waren sicher nicht optimal, Strukturen und Abläufe mussten erst definiert werden und ein vertrauensvolles Miteinander mit allen Beteiligten musste aufgebaut werden – umso wichtiger ist es, wenn sich Verantwortliche und Mitarbeiter/innen über das normale Maß engagieren.