Titel Logo
Bitburg-Stadt
Ausgabe 7/2020
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Mittelalterliches Stadttor an der Schakengasse wird im Bodenbelag dargestellt

Einmündung Schakengasse mit gefundenem, mittelalterlichen Stadttor

Wie der Ausschuss für Bau, Wirtschaft, Verkehr und Klimaschutz einstimmig beschlossen hat, wird das kürzlich in der Schakengasse bei archäologischen Grabungen festgestellte Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung beim Ausbau der Straße im Belag dargestellt.

Wie bereits in der oberen Hauptstraße und im Altstadtbereich „Im Graben“ geschehen, wo Tore, Türme und die Ummauerung des einstigen römischen Kastells im Bodenbelag besonders abgebildet sind, so soll nun auch der Standort des einstigen mittelalterlichen Stadttores im Bodenbelag der Schakengasse dargestellt werden. Im Zuge der Bauarbeiten rund um das Areal „Am Markt“ hatten die Archäologen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) den Untergrund archäologisch untersucht. Dabei konnten sie in der Schakengasse das überraschend gut erhaltene Fundament eines mittelalterlichen Stadttores entdecken. Hier fand sich auch eine so genannte Torpfanne, in der die Gelenke der dicken Holztüren standen. Diese Pfanne ist ein großer, schwerer Stein, den nun jedermann in der Vitrine der Römermauer am Pferdemarkt bewundern kann.

Ansetzend an der Römermauer am Grünen See im Bereich des heutigen Rathauses war um 1340 die Ummauerung der Stadt Bitburg erheblich erweitert worden. Das erste Tor dieser mittelalterlichen Mauer befand sich in Höhe der Einmündung Schakengasse/ Am Markt. Was bisher vermutet wurde, konnte bei den archäologischen Grabungen im Zuge der Bauarbeiten nun exakt nachgewiesen werden.

Damit ist die rund 2000-jährige Bitburger Stadtgeschichte wieder um einen Mosaikstein ergänzt worden. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Archäologen durch die derzeit laufenden Grabungen im Bereich der Konrad-Adenauer-Anlage sowie in der Denkmalstraße.