Titel Logo
Bitburg-Stadt
Ausgabe 8/2021
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Defizitäre Forstwirtschaftspläne 2021 beschlossen

Der Hauptausschuss hat dem Stadtrat der Stadt Bitburg einstimmig empfohlen, die von der Verwaltung vorgelegten Forstwirtschaftspläne für das Jahr 2021 zu beschließen und die Pläne entsprechend in den Produkthaushalt 2021 der Stadt Bitburg einzustellen. Die Teilergebnishaushalte für die Forstwirtschaft weisen ein deutliches Defizit im Ergebnishaushalt aus, der sich aus einem Defizit von 79.672 Euro aus dem Wirtschaftswald sowie einem Minus von 15.558 Euro im Erholungswald zusammensetzt. Insgesamt erwartet die Stadt somit aus der Bewirtschaftung ihrer Wälder erstmals wieder seit Jahren ein deutliches Defizit, dass auf die erhebliche Schädigung der Wälder durch die jüngsten Wetterextreme und den starken Insektenbefall verursacht wird.

Im städtischen Wald sind in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt 5.920 Festmeter Holz aufgearbeitet worden, die von Insekten befallen oder durch Sturmwurf beschädigt waren. Es handelte sich vorwiegend um die früher sehr ertragreiche Fichte. Die dadurch entstandenen Kahlflächen von rund fünf Hektar wurden zum Teil wieder aufgeforstet, so dass zurzeit noch 3,5 Hektar an Kahlflächen bestehen.

Neben den Auswirkungen der Wetterextreme war das Jahr 2020 durch die Corona Pandemie geprägt. Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 waren über Wochen keine Nadelholzverkäufe an Sägewerke möglich. Sowohl die Abnehmer in Deutschland als auch in Belgien stellten zeitweise die Produktion ein. Gleichzeitig war im Stadtwald noch Fichten-Windwurf aufzuarbeiten und zu vermarkten. Mit Unterstützung durch die kommunale Holzvermarktungsorganisation „Eifel“ und der Organisation im städtischen Forstbetrieb konnte das Holz aber letztendlich zu marktkonformen Preisen verkauft werden.

Im Jahr 2021 ist ein Holzeinschlag von 3.800 Festmetern geplant, fast 1.500 Festmeter weniger als im Forsteinrichtungswerk für 2021 vorgesehen waren. An Eichen werden rund 600 Festmeter geschlagen, an Buchen und andere Laubhölzer sollen 1.480 Meter geschlagen werden und bei den Fichten/Tannen sind nochmal 1.500 Festmeter geplant. Douglasien, Kiefern und Lärchen sollen im Jahr 2021 nicht gefällt werden. Durch den Holzverkauf soll ein Betrag von rund 146.000 Euro als Erlös erzielt werden.

Auch im Erholungswald wird es einen gewissen Einschlag geben. Mit insgesamt geplanten 100 Festmetern Buche und 50 Festmetern Douglasien, Kiefern und Lärchen wird hier ein Erlös von 3.500 Euro erwartet.

Ehemalige Militärflächen im Bedhard

Weitere geeignete Flächen zur Aufforstung liegen im Bedhard. Mit dem Haushalt 2020 wurden im Forsthaushalt investive Mittel in Höhe von 60.000€ zum Flächenankauf ehemals militärisch genutzter Flächen im Bedhard bereitgestellt. Durch intensive Bemühungen der Stadtverwaltung wird der Einstieg in den Flächenerwerb von der BImA/Sparte Bundesforst vorangetrieben. Die Mittel wurden in 2020 nicht verbraucht und nach 2021 übertragen. Die Flächen sollen mittelfristig in Wald überführt werden.

Stadt Bitburg ist Eigentümer von nahezu 900 Hektar Waldfläche

Insgesamt umfasst der Stadtwald Bitburg eine Gesamtfläche von 892 Hektar. Davon sind 806,2 ha dem Wirtschaftswald und 85,8 ha dem Erholungswald zuzurechnen. Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Vorgaben des Landeswaldgesetzes sowie den strengen Richtlinien der FSC-Zertifizierung (FSC=Forest Stewardship Council) und nach PEFC-Standards (PEFC= Pan European Forest Certification).

Nachdem in 2020 die Waldjugendspiele ausgefallen sind, sollen im Juni 2021 der Corona Pandemie angepasste Waldjugendspiele im Königswäldchen durchgeführt werden. Das Konzept wird der aktuellen Corona Lage angepasst werden und wird sich voraussichtlich nur an die dritten Klassen richten. Die Stadt Bitburg richtet mit ihrem Forstrevier die Waldjugendspiele aus und stellt Fachkräfte und Fahrzeuge des städtischen Bauhofes und der Verwaltung zur Verfügung.