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Westricher Rundschau VG Baumholder
Ausgabe 18/2024
Verbandsgemeinde
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Furman besucht Elementary School

Kinder, die in einer Militärfamilie aufwachsen, werden oft als Militärkinder oder liebevoll als "Militär-BRATS" bezeichnet - ein Begriff, der wahrscheinlich auf die 1920er Jahre zurückgeht und der britischen Armee zugeschrieben wird. Er stand für British Regiment Attached Traveler und so wurden Familienmitglieder bezeichnet, die mit einem Soldaten ins Ausland reisten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Begriff zur Bezeichnung von Militärkindern und wurde an vielen Orten der Welt, auch in den Vereinigten Staaten, übernommen.

Den Monat April widmet die U.S. Armee den Militärkindern (Month of the Military Child, MOMC), und die Smith Elementary School (US-Grundschule) nutzte die Gelegenheit, um alle ihre Schüler während einer MOMC Purple Up! (mach dich Lila) Versammlung, die am 15. April in der Schulaula stattfand, zu feiern. Der Purple Up! Day wird am 15. April begangen, um die unbemerkten Helden des Militärs zu ehren: ihre Kinder. An diesem Tag sind alle aufgerufen, Lila zu tragen, um einheitlich alle verschiedenen Teilstreitkräfte zu repräsentieren und ihre Verbundenheit zu zeigen.

Julia Furman, die Ehefrau von Oberst Reid Furman, Kommandeur der U.S. Army Garnison Rheinland-Pfalz, nahm als Gastrednerin an der Veranstaltung teil und sprach zu den Kindern und Erziehern, die sich zu diesem Anlass versammelt hatten.

„Alle Erstklässler sollen bitte die Hand heben," sagte sie. „Vor etwa 38 Jahren war ich du!" Furman’s Eltern waren Mitte der 80ger Jahre in Baumholder stationiert. Vater Julian Burns war 1986 Kommandeur des 2/68 Panzerbataillons in Baumholder. Julia Furman’s jüngere Schwester wurde hier geboren. Der pensionierte Generalmajor besuchte mit Ehefrau Ruth 2022 Baumholder. Julia Furman: „Ich habe hier das Radfahren gelernt, auf dem Parkplatz des Rheinlander Clubs. Diese Erinnerungen bleiben fürs Leben.”

Im Jahr 1986 besuchte Julia Furman die erste Klasse der Smith ES, demselben Jahr, in dem die Vereinigten Staaten die besondere Anerkennung für Militärkindern einführten, ein Programm, das vom damaligen Verteidigungsminister Caspar Weinberger ins Leben gerufen wurde.

„Ich bin ein Militärkind, genau wie ihr, und lange Zeit war ich mir nicht sicher, woher ich komme oder wo meine Heimat wirklich ist," sagte sie.

„Später wurde mir klar, dass ich von überall herkomme," fuhr sie fort. „Mein Vater hat immer gesagt, dass Heimat nicht durch den Ort definiert wird, sondern durch die Menschen, die man trifft und die Erinnerungen, die man hat... man kann seine Heimatstadt nicht mitnehmen, aber man kann seine Erinnerungen mitnehmen und sie in Ehren halten."

Furman lobte die Schüler für ihre Widerstandsfähigkeit und für die Unterstützung, die sie ihren militärischen Eltern und Familienmitgliedern zukommen lassen.

„Ihr seid Militärkinder, ihr seid etwas Besonderes," sagte sie. „Jeder Ort, an den ihr zieht, wird euch prägen, und es ist eure Aufgabe, eure einzigartige Geschichte zu erzählen."

Furman sagte, dass sie etwas in der Welt bewirken wollte und deshalb der US-Armee beitrat, wo sie derzeit als Oberstleutnant dient.

„Dieser ganze Monat ist euch gewidmet," sagte Furman. „Ihr und ich sind durch diese Schule miteinander verbunden, und ich bin dankbar für die Möglichkeit, durch die Stationierung meiner Familie hier in Deutschland an die Schule zurückzukehren, die mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin - Danke, dass ihr mich wieder zu Hause aufgenommen habt."

Richard Dye, Schulleiter der Smith ES, sagte, es sei wichtig, Schüler mit militärischen Verbindungen und ihre Beiträge zu den Militärgemeinschaften auf der ganzen Welt, insbesondere in Übersee, anzuerkennen.

„Als Kind eines Militärangehörigen dienen unsere Schüler auch in Übersee, sei es in Deutschland, Italien, Japan oder Korea," sagte er und erklärte, dass die Smith ES jedes Jahr MOMC feiert, und heute war die zweite MOMC-Sonderversammlung.

„Unsere Anchored4Life-Schülerleiter (VerankertfürsLeben) sind stolz darauf, an Purple Up! teilzunehmen und es jedes Jahr sinnvoll zu gestalten," fügte er hinzu. „Wir freuen uns schon darauf, die Veranstaltung im nächsten Jahr genauso besonders zu gestalten”. Der Schulleiter hat eine überwältigend positive Rückmeldung über die diesjährige Veranstaltung erhalten. Die Schüler waren begeistert von den Spielen, der Musik und den neuen Purple Up!-Shirts, die sie alle bekommen haben. Er erwähnte, dass einer der Schüler die Rede von Frau Furman besonders schätzte, da er sich mit ihr verbunden fühlte, weil sie ebenfalls die Smith ES besucht hatte.