Titel Logo
Westricher Rundschau VG Baumholder
Ausgabe 2/2026
Baumholder
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

AWO besuchte Heidelberger Weihnachtsmarkt

Weihnachtspyramide

Heidelberger Fass mit dem Perkeo

Der AWO-Ortsverein Baumholder besuchte unter der Leitung von Klaus Dessauer im Rahmen seiner Veranstaltungsplanung 2025 einen der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagesfahrt hatten die Gelegenheit bei einem Adventsbummel durch Heidelberg neben den malerischen Gassen und Sehenswürdigkeiten unzählige weihnachtlich geschmückte Stände und Buden zu entdecken, die auf mehreren Plätzen in der Altstadt unterschiedlichste Waren feil boten.

Der Bismarckplatz, das Tor zur Altstadt, stimmte mit verführerischen Düften von gebrannten Mandeln und Glühwein, die Reisenden aus dem Westrich auf den einzigartigen Weihnachtsmarktbesuch ein. Das Marktgeschehen und die besondere Kulisse mit dem über allem thronenden Schloss Heidelberg war für die AWO-Reisenden ein unvergessliches Weihnachtsmarkterlebnis.

Die Alte und Neue Universität beherbergte die größte Anzahl von Marktständen. Das über 100 Jahre zählende historische Springpferdchen-Karussell zog auch an diesem Tag und Abend die Marktbesucher in seinen Bann.

Der Kornmarkt, geschmückt mit über 100 glitzernden und leuchtenden Tannen, eingebettet zwischen den weißen Spitzzelten und der Weihnachtskrippe, präsentierte sich auch an diesem Weihnachtsmarkt als Heidelberger Winterwäldchen und bot ein besonderes Erlebnis für Besucher jeden Alters. Kulinarische Spezialitäten und kunsthandwerkliche Angebote sowie eine Kindereisenbahn rundeten das weihnachtliche Flair des Platzes ab.

Auch vor dem Denkmal des weltbekannten Chemikers Robert Bunsen im Anatomiegarten, der mit Gustav Kirchhoff 1861 die Elemente Caesium und Rubidium entdeckte und 1859 mit Kirchhoff die Spektralanalyse entwickelte, wurden den Marktbesuchern weihnachtlich geschmückte Häuschen zum Verweilen angeboten.

Der Karlsplatz wartete mit einer stimmungsvollen Eislandschaft auf, die Erwachsene und Kinder zum Eislaufen einlud. Der Platz bot darüber hinaus einen einzigartigen Blick zum Heidelberger Schloss und traf mit einer Fülle von weihnachtlichen Köstlichkeiten die unterschiedlichsten Geschmäcker der Besucher.

Der Marktplatz mit der hölzernen Weihnachtsstadt um dem Herkulesbrunnen war eine besondere Attraktion: Ein großes Holzfass mit einem auf dem Dach drehenden Perkeo, der Symbolfigur Heidelbergs, war ein besonderer Besuchermagnet bei den Einheimischen und Touristen gleichermaßen.

Es ist überliefert, dass der kleinwüchsige, trinkfeste Perkeo, mit bürgerlichem Namen Clemens Pankert beziehungsweise Giovanni Clement, als Hofzwerg dem Kurfürstlichen Karl III. Philipp von der Pfalz diente und Wächter des 221.726 Liter großen Fasses des Heidelberger Schlosses war. Die Legende besagt, dass der Hofnarr, Kammerherr und Hüter des Fasses, der 1702 in Salurn in Südtirol geboren wurde, das Fass alleine ausgetrunken haben soll. Wann immer ihm ein Glas Wein angeboten wurde, habe er „Perché no“ – also warum nicht – gesagt. Die Heidelberger machten aus dem italienischen "perké no" Perkeo, der seit 1929 als Symbolfigur die Heidelberger Fassnacht prägt.

Die AWO-Reisegruppe erfuhr eine einzigartige Atmosphäre, welche nachhaltige Eindrücke hinterließ und auf der Rückfahrt nach Baumholder in zahlreichen Gesprächen im Mittelpunkt stand.