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Westricher Rundschau VG Baumholder
Ausgabe 21/2026
Heimbach
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Weinberg verschönert Heimbach

Kinderlachen, buntes Treiben, aufmerksames Zuhören und einfach viel Spaß: Das konnte man kürzlich in Heimbach in der Gemeindemitte ganz deutlich hören und spüren. Dort wurde von Josef Sesterhenn und seinem Helferteam in mehreren Schritten auf circa 140 Quadratmetern Fläche ein Weinberg angelegt. Die kleinen Reben-Setzlinge pflanzten rund 120 Kinder der Grundschule Heimbach zusammen mit ihren Lehrerinnen und den engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Mit dabei war auch Jutta D’Orazio von der OIE. Sie hatte vom Projekt erfahren und bei ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss aus dem Mitarbeiterprogramm „OIE macht’s möglich!“ beantragt. Die OIE hat mit 2.000 Euro Zuschuss unterstützt und zum Gelingen der Idee beigetragen.

Beim Projekt ging es Schritt für Schritt voran: Als Erstes stand die Genehmigung der Maßnahme durch Ortsbürgermeister Saar an und wurde mit Erfolg gekrönt. Dann wurde zunächst die vorhandene Fläche gemäht und mit einem Bagger stufenweise terrassenförmige Plateaus angelegt. Vorhandene Bäume wurden entfernt und Pflanzlöcher gegraben. Daraufhin folgte das Einbringen von Spannpfosten, die mit Draht versehen wurden. Es schloss sich noch das Verlegen von Unkrautvlies und das Verteilen von Rindenmulch an. Ebenso wurden zwei Wasserbehälter angeschlossen, die künftig der Bewässerung der jungen Reben dienen. Das Grundstück schmücken nun auch neue Weinbergs-Pfirsichbäume.

Die grundsätzliche Idee, einen Weinberg mitten in Heimbach anzulegen, entstand bei Besuchen in Wolfstein und in Hagnau am Bodensee. In Wolfstein hat eine Gruppe einen kleinen Weinberg angelegt und in Hagnau wurde im Dorf ein Wingert umgesetzt und mit den Bildern der Kinder, die die Reben gepflanzt hatten, versehen. Auch diese Vorgehensweise wurde in Heimbach übernommen - bunte, gestaltete Traubenbilder mit den Namen der Kinder beschriftet, schmücken nun die Drähte oberhalb der Pflanzen. „So weiß jedes Kind, welcher Setzling von ihm gepflanzt wurde, kann Verantwortung dafür übernehmen und auch ernten, sobald die Esstrauben einmal sprießen“, sagte Sesterhenn beim Ortstermin. Die Umsetzung und Vorbereitungen übernahm er jedoch nicht alleine: Zwölf Helferinnen und Helfer der Gruppe „Mia for Häämbach“ beteiligten sich in über 250 Arbeitsstunden seit August 2025. Mit unterstützt hatten auch die Firmen Kloos Bau, Kai Nolde und André Dunkel. Der in Heimbach lebende Lino Hasdorf organisierte unkompliziert die Reben, Stangen und den Draht. Frederik Grüneberg stiftete die Wasserfässer und Marc Tscherleniowsky stellte Maschinen zur Verfügung. „So kann es gehen, wenn viele Menschen zusammen anpacken und alle unterstützen, wo sie können. Es macht sehr viel Spaß, wenn die Gemeinschaft an einem Strang zieht. Ich danke auch der OIE für die Finanzspritze, ohne die das Projekt nicht so einfach umsetzbar gewesen wäre. Übrigens: Meines Wissens ist unser Wingert der erste Weinberg nach der Nahe-Quelle“, erläuterte Sesterhenn weiter. „Sogar die Heimbacher Hofsänger thematisierten ihn an Fastnacht in einem tollen Lied.“

An der Pflanzaktion waren alle Klassenstufen von eins bis vier der Heimbacher Grundschule beteiligt. Sie stellten Sesterhenn, während er ihnen die Aktion erläuterte, eifrig Fragen und waren außerordentlich interessiert. Das zeigte, das ein solch nachhaltiges Projekt auf jeden Fall im Gedächtnis der Kinder bleiben wird.