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Westricher Rundschau VG Baumholder
Ausgabe 3/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Pressemitteilung zur Sitzung des Gemeinderates Frauenberg am 08.12.2025

Öffentlicher Teil

TOP 1.

Einwohnerfragestunde

Es waren keine Einwohner anwesend.

TOP 2.

Beratung und Beschlussfassung Forstwirtschaftsplan 2026

Es ist geplant 150 fm einzuschlagen, bei einem Verkauf von 135 fm.

Insgesamt wird im Forstwirtschaftsplan im Ergebnishaushalt mit:

Erträgen i.H.v. 21.579 € und

Aufwendungen i.H.v. 13.260 € geplant.

Es wird somit mit einem Überschuss i.H.v. 7.374 € gerechnet.

Die im Jahr 2026 geplanten Maßnahmen werden durch das Forstamt Birkenfeld erläutert und als Anlage zur Niederschrift beigefügt

Beschluss:

Der Ortsgemeinderat stimmt dem Forstwirtschaftsplan 2026 zu.

TOP 3.

Beschluss des Gemeindeanteils Abrechnungseinheit 1 (§ 5 I der Ausbaubeitragssatzung wiederkehrende Beiträge der Ortsgemeinde Frauenberg)

Bei der Ermittlung des wiederkehrenden Beitrages bleibt ein dem Vorteil der Allgemeinheit entsprechender Anteil (Gemeindeanteil) außer Ansatz. Der Gemeindeanteil muss dem Verkehrsaufkommen entsprechen, das nicht den Beitragsschuldner zuzurechnen ist, und beträgt mindestens 20 von Hundert (§10 a Abs. 3 KAG).

Nach der Rechtsprechung des OVG Rheinland-Pfalz ist der Gemeinde- und Anliegeranteil nach der systematischen Auslegung zu ermitteln. Dies bedeutet, dass sämtlicher Ziel- und Quellverkehr der beitragspflichtigen Grundstücke innerhalb Frauenberg als Anliegeranteil zu bewerten ist.

Der restliche Durchgangsverkehr wird für den Gemeindeanteil gewertet. Jedoch bleibt der Verkehr auf den klassifizierten Straßen bei der Bewertung unberücksichtigt.

Beschluss:

Der Gemeindeanteil Abrechnungseinheit 1 (§5 I Ausbaubeitragssatzung wiederkehrende Beiträge) beträgt 30%.

Der Gemeindeanteil Abrechnungseinheit 2 (§5 II Ausbaubeitragssatzung wiederkehrende Beiträge) beträgt 30%.

TOP 4.

Beschluss der Ausbaubeitragssatzung wiederkehrende Beiträge der Ortsgemeinde Frauenberg

Das Land Rheinland-Pfalz hat mit Gesetz vom 5. Mai 2020 die grundsätzlich flächendeckende Einführung des wiederkehrenden Straßenausbaubeitrages in Rheinland-Pfalz beschlossen. Nach der Gesetzesänderung wurde durch eine Vielzahl von Gerichtsurteilen die beitragsrechtliche Bewertung konkretisiert. Auch der Anspruch an die Ausgestaltung der Ausbaubeitragssatzungen wurde genauer definiert. Dies hat zur Folge das die Ausbaubeitragssatzung der Ortsgemeinden Frauenberg nicht mehr den rechtlichen Anforderungen entspricht und einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten kann. Um eine rechtssichere Abrechnung zu gewährleisten wurde zusammen mit dem Gemeinde- und Städtebund ein neuer Satzungsentwurf für die Ortsgemeinde Frauenberg erarbeitet.

Die in der Satzung vom 10.05.2017 festgehaltenen Beitragsermittlungsmaßstäbe wurden in den Satzungsentwurf übernommen.

§ 5 Gemeindeanteil 30%

§ 6 I Maßstab Grundstücksgröße + Zuschlag 10% pro Vollgeschoss

§ 6 II Nr. 2a Tiefenabzug 40m

§ 6 IV Artzuschlag für Gewerbegrundstücke 20% voll, 10% teilweise

§ 11 Fälligkeit 1 Monat nach Bekanntgabe

Die Verschonungsregelung wurde, unter Berücksichtigung der vorherigen Satzungsregelung, in abstrakter Form zuzüglich der Eckgrundstücksregelung in den neuen Satzungsentwurf aufgenommen. Damit kommen zukünftige Baugrundstücke (NBG) welche durch Erschließungsbeiträge belastet werden in die gerichtlich vorgegebene Verschonungsfrist der Ausbaubeiträge.

Der beigefügte Satzungsentwurf wird in der Sitzung durch die Verbandsgemeindeverwaltung vorgestellt, und liegt nach erfolgter Beratung zur Beschlussfassung vor. Mit dem Inkrafttreten der wiederkehrenden Beitragssatzung tritt die Ausbaubeitragssatzung wiederkehrende Beiträge der Ortsgemeinde Berglangenbach vom 10.05.2017 außer Kraft.

Beschluss:

Dem Entwurf der Ausbaubeitragssatzung wiederkehrende Beiträge der Ortsgemeinde Frauenberg wird in vorgelegter Form zugestimmt. Die Satzung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft

TOP 5.

Widmung von Gemeindestraßen der Ortsgemeinde Frauenberg nach § 36 Landesstraßengesetz (LStrG)

Seit jüngster Zeit fordert die Rechtsprechung weiterhin detailliert einen Nachweis darüber, ob die Verkehrsanlage tatsächlich dem öffentlichen Verkehr gewidmet wurde.

Entgegen der bisherigen Rechtsauslegung spielt dabei der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Landesstraßengesetzes RLP (01.04.1963) keine Rolle, da bereits nach französischem Wegerecht vergleichbare Widmungsvorschriften bestanden. Insbesondere bei älteren Ortsstraße führt dies dazu, dass entsprechend Nachweise nicht mehr erbracht werden müssen.

Weiterhin stellt die Rechtsprechung in formaler Hinsicht hohe Anforderungen an eine rechtmäßige Widmung.

Ohne jede einzelne, in den letzten Jahrzehnten erfolgte Widmung im Einzelnen zu überprüfen, können nach heutiger Sicht Verstöße gegen Formvorschriften nicht ausgeschlossen werden.

Aus Gründen der Rechtssicherheit sind daher die straßenrechtlichen Widmungen für die Straßen „Am Bahnhof“, „Am Birkenwald“, „Am Eichenrech“, „Arschkerb“, „Auf der obersten Forst“, „Ausweilerstraße“, „Birkenwald“, „Hauptstraße“ (Zuwegung Ausweilerstraße), „Im Forst“, „Im oberen Forst“, „Ringstraße“ nachzuholen.

Beschluss:

Der Ortsgemeinderat Frauenberg beschließt die Straßen:

Gemäß § 36 LStrG dem öffentlichen Verkehr zu widmen. Es handelt sich um die Gemeindestraßen, deren Straßenbaulastträger die Ortsgemeinde Frauenberg ist.

Die Verkehrsanlagen sind in dem beigefügten Lageplan gelb gekennzeichnet.

Der Lageplan ist Bestandteil des Widmungsbeschlusses und wird gemäß § 1 DVO zu § 27 GemO durch Auslegung öffentlich bekannt gemacht

TOP 6.

Verwendung der bereitgestellten Mittel aus dem Dorfbudget 2025

Mit Einführung des neuen Förderprogramms „Das Dorfbudget – Ehrenamt fördern, Gemeinschaft stärken“ stellt das Land Rheinland-Pfalz ab dem Haushaltsjahr 2025 allen Ortsgemeinden mit bis zu 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine jährliche Pauschale in Höhe von 1.500 Euro zur Verfügung.

Die Zuwendung ist zweckgebunden und dient der Finanzierung von freiwilligen Aufgaben der Gemeinde.

Ziel des Programms ist es, das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen, die Dorfgemeinschaft zu stärken und Projekte zu fördern, die dem örtlichen Miteinander dienen.

Die Mittel können flexibel für freiwillige Aufgaben der Gemeinde eingesetzt werden, insbesondere:

  • für Maßnahmen zur Förderung der Dorfgemeinschaft,
  • zur Unterstützung von örtlichen Vereinen und Gruppierungen,
  • zur Schaffung, Verbesserung oder Verschönerung örtlicher, öffentlicher Einrichtungen
  • zur Mitfinanzierung kleiner Investitionen (z. B. Spielgeräte, Sitzgelegenheiten, Pflanzaktionen, Gemeinschaftsaktionen)
  • zur Beschaffung von Gegenständen, die der örtlichen Gemeinschaft dienen

Abwicklung:

  • Der Bewilligungsbescheid wurde am 27. Oktober 2025 über die Verbandsgemeindeverwaltung erteilt.
  • Eine Mittelanforderung ist nicht erforderlich; die Auszahlung erfolgt automatisch.

Der Verwendungsnachweis wird in vereinfachter Form geführt.

Die Projekte und die Höhe der Ausgaben müssen der Verbandsgemeinde gemeldet werden. Die entsprechenden Belege müssen der Verbandsgemeinde vorgelegt werden. Nicht verausgabte Mittel müssen der Verbandsgemeinde gemeldet werden.

Da dieser Zuwendungsbescheid ohne vorherigen Antrag ergeht, kann die betreffende Ortsgemeinde auf die Teilnahme an dem Förderprogramm verzichten.

Beschluss:

Der Gemeinderat beschließt die Mittel aus dem Dorfbudget für folgende Maßnahmen einzusetzen:

- Unterstützung Sportverein FC Lauretta Frauenberg

Im nichtöffentlichen Teil wurde über Grundstücksangelegenheiten beraten.