Schon seit einigen Wochen kündigen Absperrgitter links und rechts der Straße den Bau eines Tunnels unter der K7 an. Nun starten diese Arbeiten, die für die Betreiber des Steinbruchs Ellenberg zur Erschließung eines neuen Abbaufelds notwendig sind. Das hat ab dem 24. Februar eine voraussichtlich 15-monatige Vollsperrung der Strecke zwischen Birkenfeld und Gollenberg zur Folge.
Die Kreisstraße (K) 7 zwischen Birkenfeld und Gollenberg wird ab Dienstagnachmittag, 24.02.2026, für voraussichtlich 15 Monate voll gesperrt. Grund ist der Bau eines Tunnels.
Der Tunnel dient der Basalt-Actien-Gesellschaft (BAG), die den Steinbruch Ellenberg betreibt, zur Erschließung eines neuen, rund 35 Hektar großen Abbaufeldes auf der Gemarkung Gollenberg. Damit sichert die BAG den Betrieb des Steinbruchs Ellenberg - dort neigen sich die Gesteinsvorräte dem Ende entgegen - für die nächsten Jahrzehnte.
Die Kreisverwaltung Birkenfeld hat als zuständige Verkehrsbehörde im Einvernehmen mit der Polizeiinspektion, der Verbandsgemeindeverwaltung und der Straßenmeisterei Birkenfeld die Vollsperrung der K 7 angeordnet. Die Sperrung gilt voraussichtlich bis zum 19.05.2027 und dient der Absicherung des Baustellenbereichs beim Projekt der BAG. Eine Durchfahrt durch das rund 700 Meter lange Baufeld ist in diesem Zeitraum absolut unmöglich.
Für den Tunnel unter der K7 wird zunächst die Straße komplett abgetragen und eine Baugrube ausgehoben. Danach wird die Tunnelröhre eingesetzt und die Baugrube wieder aufgefüllt.
Durch den rund 51,5 Meter langen Tunnel, der 7,85 Meter hoch ist, eine Breite von 14,8 Meter hat und in offener Bauweise als wasserundurchlässige Betonkonstruktion hergestellt wird, kann das Gestein vom neuen Abbaufeld bei Gollenberg zur Aufbereitungsanlage am Steinbruch Ellenberg transportiert werden.
Nach eingehender Prüfung hatten sich alle Beteiligten - darunter auch die Kreisverwaltung Birkenfeld - darauf verständigt, dass der Bau eines Tunnels die sinnvollste und sicherste Lösungsmöglichkeit für die Querung der K7 darstellt, die für die BAG zur Erschließung des neuen Abbaufelds notwendig ist.
Schon seit einigen Wochen sind links und rechts der K7 im Bereich der künftigen Tunnelbaustelle Absperrgitter zur Absturzsicherung installiert.
Der Pkw-Verkehr wird während der nun startenden 15-monatigen Vollsperrung der K7 von Birkenfeld aus über die Bundesstraße 269 (Friedrich-August-Straße und Hochwaldstraße) bis nach Ellenberg und von dort über die K 5 nach Gollenberg umgeleitet.
Da die K5 im oberen Bereich sehr schmal ist und dort schon jetzt ein Lkw-Verbot gilt, wird der Schwerlastverkehr jedoch großräumig umgeleitet. Dies erfolgt über die B 269 via Ellenberg bis zur Abzweigung der L 174 in Richtung Oberhambach und von dort über die K 7 nach Gollenberg.
Vom Lkw-Verbot auf der K 5 ausgenommen sind im unteren Teil die Anlieger des Steinbruchs Ellenberg sowie der gegenüberliegenden Firmen Ehl und Heidelberg Materials.
Auf der K 7 bleibt ab dem Stadtausgang Birkenfeld das Teilstück bis zur scharfen Kurve für Anlieger befahrbar. Von dort zweigt der Zufahrtsweg zum Nordtor der ehemaligen Heinrich-Hertz-Kaserne ab.
Auf dem Gelände der früheren Garnison laufen derzeit Erschließungsarbeiten zur Umwandlung in einen Gewerbe- und Handwerkerpark mit IT-Meile und Gesundheits-Campus.