Titel Logo
Birkenfelder Anzeiger
Ausgabe 18/2022
Kirchliche Nachrichten
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Pfarrei St. Jakobus Birkenfeld

Gottesdienste und Termine

Zweiter Familiengottesdienst

Frieden! Da werden Schwerter zu Pflugscharen

Am Sonntag, 24.04.2022, fand der zweite Familiengottesdienst der Pfarrei St. Jakobus Birkenfeld statt. Der Krieg in der Ukraine, die schrecklichen Nachrichten und Bilder, machen uns alle sehr betroffen und lassen den Wunsch nach Frieden unermesslich groß werden. Wie kann unser Glaube dabei helfen, dass Friede wird, in Europa, in unserer Familie, in uns?

Im Altarraum war eine weiße Taube aus Tüchern dargestellt, darunter die Fahne der Ukraine, als Zeichen der Solidarität. Zunächst erfuhren wir, wie die weiße Taube zum Friedenssymbol wurde. Dann hörten wir Ausschnitte aus der Bibel, in denen zum Frieden aufgerufen wird und wo es heißt, dass „Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln“ gemacht werden sollen. Was bedeutet das konkret, in unserem Alltag?

Es bedeutet, aufzuhören, miteinander zu kämpfen, Unfriede zu säen und Kriege zu führen. Wir sollen die Waffen niederlegen, d. h. Böses unterlassen und Gutes tun. Das kann jeder von uns, zuhause, im Kindergarten, in der Schule, auf der Arbeit, indem wir nett zueinander sind und gut miteinander umgehen, statt böse Worte zu gebrauchen, hinterhältig zu sein, Andere auszuschließen. Wenn wir Frieden in der Welt wollen, müssen wir in unserer kleinen Welt anfangen, jeder für sich!

Die Kinder wurden im Vorfeld gebeten, eine Spielzeugwaffe mitzubringen. Gegen Ende des Gottesdienstes waren sie dazu aufgerufen, als symbolischen Akt ihre Waffen auf der Friedenstaube abzulegen. Auch Begriffe wie „Beschimpfungen“, „Beleidigungen“ oder „Mobbing“ waren auf Karten vorzufinden und die Kinder verstanden schnell, dass auch Worte und Taten Waffen sein können, die man niederlegen muss, um Frieden zu schaffen. Auf dass jede:r Frieden stifte, im Kleinen und Großen, und die Menschen endlich in Frieden zusammenleben, in der Ukraine und weltweit!

Noch eine Bitte:

Für Manchen war der Aufruf, Spielzeugwaffen zum Friedensgottesdienst mitzubringen, missverständlich oder gar anstößig. Im Nachhinein betrachtet war unsere Formulierung im Pfarrbrief unglücklich gewählt. Die haupt- und ehrenamtlich Aktiven unserer Gemeinde sind offen für Kritik oder Verbesserungsvorschläge. Im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens wünschen wir uns solche Rückmeldungen direkt, persönlich und ohne Umwege.