In Birkenfeld erinnern mehrere sogenannte Stolpersteine an jüdische Mitbürger, die in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt, vertrieben, deportiert und vielfach auch ermordet wurden. Die neuesten Stolpersteine wurden im Mai 2026 von Schülern des Gymnasiums in Erinnerung an die Kaufmannsfamilie Loeb in der Achtstraße verlegt.
Die Kooperationspartner Kreisvolkshochschule (KVHS) Birkenfeld und Landesmuseum Birkenfeld bieten am Freitag, 26. Juni, von 17 bis 19 Uhr eine Exkursion auf den Spuren des „Jüdischen Lebens in Birkenfeld“ an.
Auch in der heutigen Nationalparkkreisstadt gab es bis zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, der Nazi-Diktatur zwischen 1933 und 1945, zahlreiche jüdische Mitbürger, mehrheitlich Geschäftsleute, die in die Gesellschaft integriert waren. Bei einem Rundgang durch die Stadt wird die Geschichte jüdischer Familien an deren Wohn- und Geschäftshäusern, an der ehemaligen Synagoge und auf dem jüdischen Friedhof erklärt. Hans-Georg Heck, Leiter der Stolperstein-AG des Gymnasiums, erläutert dabei auch die sogenannten Stolpersteine. Dies sind ins Trottoir eingelassene Gedenkplaketten, die an jüdische Mitbürger erinnern. Treffpunkt für die circa zweistündige Tour ist am Birkenfelder Schloss.
Die Teilnahme an der Veranstaltung (Kursnummer: BI-2026-103) ist dank Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz kostenfrei möglich. Eine kleine Spende an das Landesmuseum wird erbeten. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie ist bei der Kreisvolkshochschule Birkenfeld unter Tel. 06782/15-1022, per E-Mail an vhs@landkreis-birkenfeld.de oder im Internet unter www.vhs-birkenfeld.de möglich.