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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 1/2019
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Von Woche zu Woche

60 Jahre RuH, 60 Jahre Nachrichten - Interesssantes, Amüsantes, Kurioses, Ernsthaftes und vieles mehr

Seit vielen Jahren finden Sie in unserer Heimatzeitung einmal im Monat die Rubrik „In RuH geblättert“. Über Jahrzehnte wurden hier von Richard Becker wichtige, interessante und zum Teil auch kuriose Nachrichten aus alten RuH-Ausgaben zusammengetragen. Später übernahm Paul Gemmel diese Aufgabe, die er bis heute Monat für Monat erledigt. Doch wie ein Blick in die alten RuHs zeigt, haben es in diese Rubrik längst nicht alle Nachrichten geschafft, die - jedenfalls aus heutiger Sicht - durchaus einer Wiederholung bzw. Erinnerung würdig sind.

Man kann an vielen Inhalten der alten Ausgaben, selbst an den amtlichen Bekanntmachungen, sehr gut erkennen, wie sich die Lebensverhältnisse in unserer Hochwaldregion in den vergangenen 60 Jahren verändert haben. Zu Beginn gab es in RuH eine ständige Rubrik „Von Woche zu Woche“, in der hauptsächlich Nachrichten aus dem Polizeibericht zu finden waren. Wie auch heute noch gab es fast jede Woche Unfälle, bei denen Verletzte und manchmal auch Menschenleben zu beklagen waren. Eine der Hauptursachen war damals – wie heute – Alkohol am Steuer. Das Hauptverkehrsmittel war in den 1960er Jahren nicht der Pkw, sondern das Moped, das vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt war, weil man noch keinen Führerschein dafür brauchte. Auch gab es noch sehr viele Motorräder, die - anders als heute - als Alltagsverkehrsmittel benutzt wurden.

Wir wollen im Jubiläumsjahr 2019 - zusätzlich zu der Rubrik „In RuH geblättert“ - noch ein wenig mehr an die alten Zeiten erinnern und Interesssantes, Amüsantes, Kurioses, Ernsthaftes und vieles mehr unter der neuen alten Rubrik „Von Woche zu Woche“ veröffentlichen und hier und da aus heutiger Sicht kommentieren.

Starten wir mit einer Amtlichen Bekanntmachung aus RuH Nr. 2/1959:

„Durch das RWE Trier wird darüber Klage geführt, dass in letzter Zeit an 20 Straßenlampen die Glühbirnen mutwillig durch rauflustige Jugendliche zertrümmert worden sind. Es ergeht daher die Bitte an alle Eltern und Erziehungsberechtigten, die Jugendlichen auf die Unsitte ihres Handelns hinzuweisen und entsprechend zu belehren. Die Straßenbeleuchtung ist eine öffentliche Anlage, die der Allgemeinheit dient, und sie muss im öffentlichen Interesse geschützt werden. Wir machen darauf aufmerksam, dass bei nochmaligen Beschädigungen Anzeige gegen die Täter bezw. Erziehungsberechtigten wegen Sachbeschädigung und groben Unfugs erstattet wird.“

Vermutlich war es damals für Jugendliche ein mehr oder weniger „sportlicher Wettbewerb“, wer mit der „Fletsch“, der Schleuder bestehend aus einer Astgabel mit einem starken Gummizug, die meisten Glühbirnen erlegt. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere ältere Leser, der daran teilgenommen hat, heute noch an diese „Jugendsünde“. Die jüngeren sollten jetzt aber nicht auf die dumme Idee kommen, diese gemeinschädliche „Tradition“ wieder aufleben lassen. (WIL-)