Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 1/2019
1 - Titelseite
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Hochspannung in Bescheid

Innogy/Westnetz plant neue 110 kVLeitung

Die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres, wurde am Mittwoch, den 19. Dezember in Bescheid abgehalten. Das Hauptaugenmerk lag neben dem Forstwirtschaftsplan auf der neuen Stromtrasse, die von Innogy/Westnetz an der Außenkante Bescheid gelegt wird. Neben neuen Vorschlägen und Einwenden in die bereits erfolgte Planung des Projektes, wurden nach zweistündiger Sitzung auch in anderen Bereichen viele offene Fragen von der Bürgermeisterin Raabe mit ins Jahr 2019 genommen.

Neue Stromtrasse

Gleich zu Beginn stellte Bernd Kirsch von Innogy/Westnetz die Verlegungsstrecke der neuen 110 kV- Leitung vor. Die massive Windkrafteinspeisung im Raum Hunsrück soll idealerweise dem Übertragungsnetz zur Verfügung gestellt werden, damit der hier produzierte Strom auch landesweit genutzt werden kann. Der ausgewählte Kuppelpunkt dafür ist die Umspannanlage Osburg, in den über die Umspannanlage Thalfang die Leistung transportiert werden soll.

Die Trasse wird von Lorscheid in östlicher Richtung kommend, dem Straßenverlauf der L 149 folgen. Vor Bescheid geht die Trasse weg von der L149, möglichst in direkter Linie zum Friedhof, um das Hochspannungskabel in maximaler Weise von den Wohngebieten weg zu halten. Der weitere Verlauf geht um den Friedhof Bescheid herum und vor der Betriebshalle der Familie Grommes vorbei. Im letzten Abschnitt berührt die Trasse zwar einen Teil des Neubaugebietes, aber die Grenzwerte werden mit einem Abstand von 25 m eingehalten. Der Vorschlag aus dem Gemeinderat, dass die Trasse hinter dem Wald von Lorscheid kommend früher die Landesstraße verlassen könnte und somit ein größerer Abstand zum Wohngebiet gewonnen wäre, wird von der Innogy/ West geprüft. Dort wo die Verlegungsstrecke private bzw. gemeindeeigene Grundstücke tangiert, werden Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt. Die Ausschreibungen soll Ende Februar bzw. Anfang März erfolgen und der Baubeginn wäre somit Anfang Mai. Die gerodeten Wald- und Strauchflächen müssen durch Ausgleichsflächen - ca. 2300 m² - ersetzt werden. Dazu wird ein Fläche in der Nähe des Sportplatzes und eine Fläche neben der Autobahn angedacht.

Forstwirtschaftsplan 2019

Revierleiterin Sandra Sasse stellte in kurzer Form den Wirtschaftsplan 2019 vor. Die zu erwartenden Einnahmen aus Holzverkäufen werden voraussichtlich 143.838 Euro betragen. Die Ausgaben belaufen sich auf 118.948 Euro. Davon rund 6000 Euro Aufwendungen der Gemeinde an den Forstverband, 26.000 Euro Lohnkosten für den Einsatz von Forstwirten aus anderen Betrieben. 60.000 Euro Unternehmereinsätze und Wegeunterhalt 4000 Euro. Revierdienstkosten und Verbrauchsmaterial/Pflanzen liegen bei 26.000 Euro. Der zu erwartende Gewinn mit 24.800 sei eine vorsichtige Prognose, mit nach unten gerechneten Zahlen. Er kann also durchaus höher ausfallen. Für das Jahr 2018 werden rund 29 500 Euro erwartet. Dass der Gewinn in diesem Jahr deutlich geringer ausfalle liege an den starken Kalamitäten in diesem Jahr. Insbesondere die Borkenkäferplage, sowie die heftigen Januarstürme haben Auswirkungen auf den Holzpreis. Da man aber die vom Borkenkäfer befallenen Bäume früh schlagen konnte und das Holz gut verkauft wurde, hält es sich im Rahmen. Somit kann in Bescheide durchaus besser abgeschlossen werden.

Das Holz wird künftig von einer neuen Vermarktungsgesellschaft vertrieben. Das Brennholz wird aber nach Ratsbeschluss weiterhin von der Revierleiterin Sasse verkauft. Das Brennholz wird in Bescheid wieder im Januar bzw. Februar den BürgerInnen angeboten. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Des Weiteren wird gemeinsam mit der Gemeinde Beuren ein neuer Waldarbeiterschutzwagen erworben, um den Arbeitern einen zeitgemäßen und standardisierten Aufenthaltsraum zu bieten. Die Kosten werden anteilig zu den bewirtschafteten Waldflächen aufgeteilt. Somit übernimmt die Gemeinde Beuren 60% der Kosten und Bescheid trägt 40% und stellt diese in den Haushalt 2019 ein. Es wird versucht, die über 20 Jahre alte Bauhütte zu veräußern.

Versetzung Straßenlampen

Es wurden aus der Gemeinde zwei Anträge gestellt , die Straßenbeleuchtung in der Waldstraße und in der Hermeskeiler Straße zu versetzen. Beide Grundstücke sind so nicht optimal nutzbar, da sich eine Leuchte beispielsweise in der Mitte einer geplanten Zufahrt befinden würde. Dem Antrag der Versetzung wird stattgegeben. Die Kosten, ca. 1600 Euro pro Lampe, werden zu Lasten der jeweiligen Antragssteller gehen.

Keine Eigenleistung, hohe Rechnung

Da die Firma Becker die Wasserleitung von der Waldstraße bis zum Wasengarten komplett und ohne die vorher miteinkalkulierten Eigenleistungen gelegt bzw. erneuert hat, ist der Rechnungsbetrag mit 10684 Euro erheblich höher als geplant. Mit Rücksprache der Verbandsgemeinde und Darstellung der Sachlage kann das Geld von einem anderen Sachkonto der Gemeinde dazu verwendet werden, den höheren Betrag auszugleichen.

Weitere Mitteilungen

-

Der Auftrag für die Küche im Mehrgenerationshaus ist vergeben. Der Einbau erfolgt im nächsten Jahr.

-

Die Erweiterung des Feuerwehrhauses, um einen Raum für die Spinde zu erhalten wird in Eigenleistung durch die Wehrleute erbracht. Die Gemeinde gibt 2000 Euro dazu.

-

Die bis zu diesem Zeitraum geplanten Straßenbauarbeiten werden im Januar abgeschlossen. Warum die Senke in der Waldstraße nicht ausgebessert wurde, wird die Bürgermeisterin erfragen. Weitere Ausbesserungen werden im nächsten Haushalt eingestellt.(Subi)