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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 10/2019
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Gusenburger Forst bringt in 2019 keinen Ertrag

Dorferneuerung wird fortgeschrieben - Änderung der Friedhofsgebühren

Zur ersten Sitzung im Jahr 2019 hatte Ortsbürgermeister Josef Barthen den Gemeinderat Gusenburg am Dienstag vergangener Woche ins Bürgerhaus eingeladen. Sein besonderer Gruß galt Forstdirektor Thomas Vanck, der sich in seiner neuen Eigenschaft als Leiter des Forstamtes Hochwald vorstellte, und den verantwortlichen Planer für die Dorferneuerung, Hans-Jürgen Wolf aus Kaiserslautern. Obwohl die Sitzung nur 10 Tagesordnungspunkte aufwies, sollte sie wegen der komplexen Themen fast drei Stunden dauern.

Forstwirtschaftsplan 2019

Revierleiter Jörg Clemens stellte zusammen mit Forstdirektor Vanck den Forstwirtschaftsplan 2019 vor. Mit einem Gewinn ist nach dem Zahlenwerk nicht zu rechnen, Einnahmen und Ausgaben halten sich mit je 90.000 Euro die Waage. Bevor Clemens den Plan erläuterte, gab er einen kurzen Rückblick auf die Jahre 2017 und 2018. 2017 ist aus dem prognostizierten Gewinn von 4.000 Euro eine Summe von 12.000 Euro geworden, für 2018 war mit einem Erlös von 2.100 Euro gerechnet worden, unter dem Strich hat man einen Gewinn von 26.000 Euro erlöst. In 2018 liegt der Grund an dem zusätzlichen Einschlag von 450 fm Fichtenstammhölzern. Im trockenen Sommer 2018 war die Borkenkäferplage sehr ausgeprägt, sodass diese Menge zusätzlich geerntet werden musste. Der Holzmarkt sei durch das Borkenkäferholz zur Zeit überschwemmt, so Clemens, Verkäufe finden im Moment so gut wie keine statt. Erst im 2. Quartal werde wieder Holz geliefert, wie die Preise dann sein werden, könne noch nicht genau gesagt werden. Der Plan für 2019 sieht einen Holzeinschlag von rd. 1500 fm vor, bei der manuellen Ernte sollen 31.000 Euro Erträge bei 15.000 Euro Kosten erlöst werden, bei der Ernte durch den Harvester wird mit 47.000 Euro Erlösen gerechnet, die Kosten betragen hier 17.000 Euro. Die schwarze Null, so der Revierleiter könne sich noch ins Positive verändern, der Markt sei stark in Bewegung. Die Brennholzpreise werden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. In Gusenburg ist, so Vanck, nicht vorgesehen, gemeindliche Waldflächen an private Forstdienstleistungsunternehmen zu verpachten. Sowohl die Forstbehörden als auch der Gemeinde- und Städtebund raten von dieser Praxis ab. Es lägen derzeit, so Josef Barthen, keine Anfragen vor.

Dorferneuerung

Die Dorferneuerung, 2017 angestoßen, macht, so der Planer Hans-Jürgen Wolf, Fortschritte. Weitere Schritte sind in der nahen Zukunft geplant. Wolf stellte die bisherigen Ergebnisse und den weiteren Zeitplan vor. Da es noch kritische Fragen aus dem Rat gab, soll es am 26. 03. eine Ausschusssitzung zu diesem Thema geben. Danach ist eine Einwohnerversammlung vorgesehen, um die Ergebnisse vorzustellen.

Im Anschluss stellte Siegfried Joram als Sprecher des Netzwerkes „Blühende Landschaft“ den für das laufende Jahr vorgesehene Pflege- und Entwicklungsplan vor. Danach sollen in bestimmten Bereichen der Gemeinde, wie Umfeld Bürgerhaus, Ortseingang, Brunnen an der Hauptstraße und am Sportplatz Blühwiesen angelegt werden. Das will man dadurch erreichen, dass statt sechs mal, nur noch zwei mal im Jahr gemäht werden soll. Klärungsbedarf besteht noch hinsichtlich der Pflege dieser Flächen. Hier sollte, so der Ortsbürgermeister, eine vertragliche Regelung getroffen werden. Für das im September statt findende Lanz-Bulldog-Treffen soll die Fläche neben dem ehemaligen Telecom-Häuschen an der Hauptstraße nicht zur Verfügung stehen, da hier wie bereits in 2018 eine Blühwiese angelegt wird.

Sonstiges

Der Vergabe des Dachdecker-Jahresunternehmervertrages stimmte der Rat vorerst nicht zu, da es hier wegen eines ortsansässigen Dachdeckers noch Klärungsbedarf gibt.

Die aus dem Jahr 1986 stammende Friedhofssatzung hat inzwischen sechs Änderungen/Ergänzungen erfahren. Die Verwaltung wird beauftragt, hier eine aktuelle Fassung zu entwerfen, in der alle Änderungen enthalten sein sollten. Wegen des neuen Baumgrabfeldes (Urnenbestattung) muss die Friedhofsgebührensatzung angepasst werden. Ein Problem stellen hier die Kosten für die Namensplaketten dar, die Preise bewegen sich zwischen 50 und 500 Euro. Einen exakten Preis für eine solche Bestattung in diesem Feld kann derzeit nicht genannt werden. Eile ist aber geboten, da das Feld für Bestattungen frei gegeben werden soll. Letztendlich wird es auf 750 - 800 Euro hinaus laufen. Der Forderung der Kommunalaufsicht, die Friedhofsgebühren anzuheben, will man in Gusenburg derzeit nicht nachkommen, hier sind noch Berechnungen notwendig.

Unter dem obligatorischen Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ teile der Ortschef mit:

  • Die Hecken und Raine entlang der Feldwege wurden geschnitten

  • Das Bürgerhaus hat eine neue Bestuhlung erhalten

  • Für den Kindergarten Gusenburg-Grimburg muss die Gemeinde einen Kostenanteil/Umlage von 124.000 Euro bezahlen

  • Die Bachstraße wird in diesem Jahr ausgebaut, Kosten 56.000 Euro, der DLR zahlt rd. 35.000 Euro, die Jagdgenossenschaft 5.000 Euro, die Anliegen 6.000 Euro, die Werke 1.500 Euro, die Gemeinde den Rest von 8.500 Euro (bb)