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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 10/2026
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Baubeginn beim Windenergiepark Gusenburg Nord I und II

Die Grafik zeigt auf der linken Seite die Standort der Gusenburger WKA und und auf der rechten Seite die zwei WKA auf der Gemarkung Hermeskeil. Der Standort der PV-Anlage ist in rot eingezeichnet.

Zuwegung zur Freizeitanlage wird instandgesetzt

Zur ersten Sitzung im Jahr 2026 hatte Ortsbürgermeister Siegfried Joram den Gusenburger Gemeinderat am Donnerstag vergangener Woche ins Bürgerhaus eingeladen. Das öffentliche Interesse hat offensichtlich stark nachgelassen, lediglich eine Zuschauerin hatte sich eingefunden, auch einige Ratsmitglieder waren nicht anwesend. Von der Firma Jade Naturenergie konnte er die Herren Jonas Müller und Edwin Deimling begrüßen.

Auf dem nördlichen Bereich der Gemarkung Gusenburg wird die Firma Jade fünf weitere Windenergieanlagen errichten. Edwin Deimling, Gesellschafter-Geschäftsführer der Firma informierte über den Stand der Bauarbeiten. Die Rodungen sind erledigt, die Erdarbeiten haben sich aufgrund der starken Niederschläge der letzten Wochen verzögert, da das Erdreich sehr stark durchnässt ist, in den nächsten Tagen soll aber damit begonnen werden. Ursprünglich sollten Anlagen des Herstellers VESTA errichtet werden, nunmehr wird die Firma Nordex die technischen Komponenten liefern. Das oberhalb von Gusenburg bereits errichtete Umspannwerk wird auf die doppelte Größe erweitert, für die geplante PV-Anlage werden bereits jetzt die Kabel dorthin verlegt.

Der zeitliche Ablauf der Bauarbeiten sieht, so Edwin Deimling, wie folgt aus: Ab April wird mit den Fundamentarbeiten begonnen, ab August werden dann die Türme, bestehend aus Beton- und Stahlteilen errichtet. Die Firma Nordex wird im September die Komponenten, Generatoren und Flügel, liefern, die Montage soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, sodass die Anlagen Anfang 2027 in Betrieb gehen können. Die Erweiterung der Umspannanlage wird bis Ende Oktober durchgeführt sein. Zeitgleich mit den Bauarbeiten werden auch die notwendigen Kabel in die vorgesehenen Trassen, überwiegend in vorhandene Wege, verlegt, noch vorhandene Bunkerruinen des ehem. Westwalls werden nicht tangiert. Edwin Deimling informierte auch über die vorgesehene Zuwegung zu den einzelnen WKA. Ursprünglich war vorgesehen, die L 147 zu benutzten, jetzt ist man auf die Panzerstraße über den ehem. Standortübungsplatz ausgewichen. Diese Zuwegung wird auch für den Bau der Grimburger WKA benutzt. Die geplanten Wege wurden vom Rat einstimmig gebilligt.

Unter dem obligatorischen Tagesordnungspunkt „Informationen“ teilte der Ortsbürgermeister mit, dass für die Baumaßnahmen auf dem Friedhof ein Architektenvertrag geschlossen wurde, die Datenerfassung für die Nahwärme ist angelaufen und am Jugendheim wird eine sog. Balkonphotovoltaikanlage angebracht.

Die Wege zur bzw. an der Freizeitanlage sind, was die geschotterten Bereiche anbelangt, sanierungsbedürftig. Hierzu soll das Bauamt der VG eine Kostenermittlung erstellen. Danach will man die Arbeiten in drei Abschnitten vergeben, ausführende Firma wird das Unternehmen Becker aus Lorscheid sein, mit ihm besteht der Jahresunternehmervertrag der VG für solche Arbeiten.

Nach Mitteilung von Siegfried Joram ist der Bebauungsplan für die Freiflächenphotovoltaikanlage mit Bescheid vom 27. 02. 2026 durch die Kreisverwaltung genehmigt worden. Die Anlage ist auf der Grafik mit „rot“ eingezeichnet. bb