Erfolgreiche Kopfballabwehr im Geisfelder Strafraum durch Christian Alt
Trotz mehrfacher Ausfälle bedingt durch Krankheit und Verletzungen hat der Tabellenletzte die SG Geisfeld/Rascheid/Reinsfeld in Waldrach gegen das favorisierte Team der SG Ruwertal eine couragierte und taktisch disziplinierte Leistung gezeigt und hätte zumindest ein Unentschieden verdient gehabt.
Von Anfang versuchten die Hausherren mit viel Ballbesitz-Fußball zum Ziel zu kommen. Dabei überzeugte vor allem ihr Spielmacher Pascal Neumann, der über die Außenpositionen sehr viele Angriffe initiierte. Die Defensivabteilung der Gäste war allerdings während der gesamten 90 Minuten immer im Bild. Meist war schon vor dem Strafraum der Gäste Schluss, denn zum einen war es der als Sechser aufgebotenen Sven Eckes, überwiegend unterstützt von Fabian Weber und Pascal Eli die sehr viel wegräumten. Dahinter agierten die beiden Innenverteidiger Maurice Speicher und Kapitän Robin Moser sehr routiniert und wurden über die rechte Seite von Tim Gugenbiehl sowie über links von Simon Kolz nachhaltig unterstützt. Die meiste Gefahr der Gäste ging von einer großen Anzahl von Eckbällen aus, die überwiegend von Steve Kirchen mit sehr viel Speed und Effet in den Strafraum gebracht wurden. Dabei erwies sich der bärenstarke Gästetorhüter Luca Thömmes als Meister seines Faches, der die Bälle vor den zum Einschuss bereiten Stürmern der Gastgeber meist mit konsequenter Faustabwehr klärte. Aber auch auf der Linie konnte der Gästetorhüter überzeugen, so in der 50. Minute als er einen fulminanten Fernschuss von Niklas Kirsten mit einer tollen Parade entschärfen konnte. Kurz danach bot sich Fabian Weber kurz vor der Strafraumgrenze freistehend eine Chance zum Torschuss, der allerdings zu harmlos ausfiel, um dem Gästetorhüter Jordan Nikamgoue Probleme zu bereiten.
Im Mittelfeld versuchten Pascal Eli und der routinierte Christian Alt Offensivaktionen zu kreieren, die aber meist verpufften, weil bei den Gastgebern deren Innenverteidiger Ruben Herres und Karsten Willems durch konsequentes Zweikampfverhalten überzeugten und dem in der Spitze der Gäste aufgebotenen Ali Ataie wenig Gelegenheiten boten gefährlich vor das Tor zu kommen.
Dann konnten die Gastgeber in der 57. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Eine gut getimte Flanke von der rechten Seite von Nils Lehnert erreichte Lukas Hoffmann, der auf Pascal Neumann durchsteckte, dessen Flachschuss wurde abgefälscht und landete unerreichbar für den tüchtigen Gästetorhüter Luca Thömmes im Netz. Der in der Bundesliga eingesetzte VAR hätte den Treffer womöglich wegen Abseitsstellung des Torschützen aberkannt. Danach agierten die Gäste etwas offensiver und hatten durch Sven Eckes in der 61. Minute eine Ausgleichschance, dessen Schuss wurde allerdings vom Gästetorhüter pariert. Apropos VAR: Den hätte man in der 70. Minute benötigt. Nach einer Flanke kommt der Geisfelder Maurice Speicher per Kopfstoß zum Abschluss, der Ball wurde deutlich hinter der Torlinie von Torhüter Nikamgoue aus dem Gehäuse gefischt. Der verständliche intensive Protest der Gäste blieb erfolglos, Referee Patrick Ferring blieb bei seiner Entscheidung, dem Gästeteam den Treffer zu versagen. In der 78. Minute wurde dann Fabian Weber, der in der ersten Halbzeit mit gelb vorbelastet war, mit der gelb/roten Karte wegen Meckerns vom Platz geschickt. In Unterzahl agierend waren die Gäste in den letzten 15 Minuten nicht mehr in der Lage dem Spiel noch eine Wende zu geben.
Fazit: Aufgrund der taktisch disziplinierten Spielweise und einem nicht gegebenem regulär erzielten Tor, hätte das Team der SG Geisfeld eine Punkteteilung verdient gehabt. Dieses Spiel macht Mut für den ersten Saisonsieg bei den nächsten Partien. (Kö)