Bei der am vergangenen Donnerstag stattgefundenen Gemeinderatssitzung in Züsch, zu der Ortsbürgermeister Ulrich Frohn eingeladen hatte ging es im Wesentlichen um Beschlüsse zum Neubaugebiet „Im alten Triesch“. Nicht weniger wichtig waren aber auch Informationen des Ortschefs über aktuelle Maßnahmen und Entwicklungen in der Ortsgemeinde.
Zum Thema Neubaugebiet konnte der Ortsbürgermeister Ralf Fuchs und ein Mitarbeiter vom Ingenieurbüro Fuchs zum Vortrag ins Bürgerhaus nach Züsch gekommen.
Neubaugebiet „Im breiten Triesch“
Das Neubaugebiet in Züsch umfasst die Teilabschnitte 1 und 2. Teilabschnitt 1 ist verkauft und fertig. Für ihn wurde bei der Gemeinderatssitzung auch der Endausbau beschlossen.
Die OG hat dort keine eigenen Grundstücke mehr, nur noch private Anbieter. Daher wurde der Beschluss gefasst Teilabschnitt 2 (TA2b) auszubauen. Derzeit besteht nicht der Bedarf an Grundstücken, um den kompletten TA2 auszubauen. Daher wurde angeregt diesen nochmals zu unterteilen.
Zwar hat der Rat beschlossen, den ursprünglich geplanten TA2 des Neubaugebiets „Im breiten Triesch“ in zwei kleinere Bereiche (TA2a und TA2b) aufzuteilen. Die Verwaltung und das Ingenieurbüro Fuchs wurden beauftragt, die baurechtliche Situation, Ausbauoptionen, Kosten sowie Vor- und Nachteile zu prüfen. Dabei wurden keine baurechtlichen Probleme festgestellt und die Kosten beziffert.
Ziel ist eine bedarfsgerechte Erschließung der Grundstücke. Einige gemeindeeigene Grundstücke sollen neu aufgeteilt werden, teilweise für Tiny-Häuser und teilweise für Einfamilienhäuser. Die restlichen Grundstücke werden erst erschlossen, wenn genügend Nachfrage besteht.
Es wurden zwei Varianten untersucht:
Variante TA2a (Verlängerung Feldstraße):
Erschließung von etwa 9 Parzellen (davon ca. 4 Tiny-Häuser und 5 Einfamilienhäuser). Diese Variante erfordert längere Leitungen und größere Verkehrsflächen. Hier geht es um private Eigentümer.
Variante TA2b (Verlängerung „Im Breiten Triesch“):
Erschließung von 6 bis 8 Parzellen (davon 4 Tiny-Häuser und 2–4 Einfamilienhäuser). Diese Variante ist mit geringerem Aufwand umsetzbar, benötigt jedoch ein Regenrückhaltebecken und Anpassungen für die Müllabfuhr. Die Grundstücke dieser Variante gehören alle der Ortsgemeinde. Das Ingenieurbüro Fuchs hat Kosten grob ermittelt und Lagepläne erstellt. Daraufhin haben Verwaltung/Bauamt und VG-Werke eine Einschätzung abgegeben, welche Variante sie bevorzugen würden und was sie der OG empfehlen.
Der Gemeinderat hat dann über eine Variante abgestimmt und sich mehrheitlich für TA2b entschieden.
Die wesentlichen Informationen des Bürgermeisters
Der Bürgermeister informierte über aktuelle Maßnahmen und Entwicklungen in der Ortsgemeinde.
Maßnahmen im Rahmen des Baumkatasters
Zur Erfüllung der kommunalen Verkehrssicherungspflicht sowie dem Erhalt eines gesunden Baumbestandes wurden im Ortsbereich mehrere Arbeiten durchgeführt. Grundlage war das bestehende Baumkataster. Drei Bäume mussten aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Darüber hinaus wurden bei 21 Bäumen Entnahmen von Totholz in Klettertechnik vorgenommen. Bei weiteren 27 Bäumen wurde das notwendige Lichtraumprofil hergestellt.
„HydroZwilling“: Neue Simulation zur Starkregenvorsorge
Das vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität vorgestellte Simulationsprogramm „HydroZwilling“ steht ab sofort allen Bürgern in Rheinland-Pfalz kostenlos zur Verfügung. Über die Internetseite www.hydrozwilling.rlp.de können individuelle Starkregenszenarien eingesehen werden. Der Ortsbürgermeister betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Eigenvorsorge. Jede Person die potentiell von Hochwasser betroffen sein kann, ist verpflichtet, im Rahmen des Zumutbaren geeignet Schutzmaßnahmen zu treffen und zur Schadensminderung beizutragen. Das Programm soll dabei helfen, Risiken besser einzuschätzen und konkrete Vorsorgemaßnahmen abzuleiten.
Wechsel in der Revierleitung
Der langjährige Revierförster Jörg Clemens übernimmt künftig die Leitung des Kompetenzzentrum Waldtechnik Landesforsten (KWL). Die kommissarische Leitung des Forstreviers Hermeskeil und Züsch übernimmt Mario Biewer, Mitarbeiter des KWL. Die dauerhafte Neubesetzung der Revierleitung erfolgt über eine interne Ausschreibung.
KiTa-Keller: Innenabdichtung vorgesehen
Im Keller des KiTa-Gebäudes wurde Schimmel festgestellt. Für eine Außenabdichtung durch vollständiges Freilegen des Kellers liegt eine Kostenschätzung von rund 84.000 Euro vor, zuzüglich weiterer Aufwendungen für Schimmelbeseitigung und Innenputzarbeiten. Alternativ bietet eine Fachfirma eine Innenabdichtung im Injektionsverfahren mit einer Garantie von 25 Jahren an. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 50.000 Euro brutto. Aufgrund des geringeren baulichen Aufwands und der Wirtschaftlichkeit empfiehlt die Verwaltung diese Variante weiterzuverfolgen. Für die Maßnahme sollen 60.000 Euro im Haushalt eingeplant werden.
Friedhofsmauer Saarstraße
Der bauliche Zustand der Friedhofsmauer in der Saarstraße hat sich verschlechtert. Die Ortsgemeinde bittet das Bauamt zu prüfen, ob das vorhandene Gutachten noch gültig ist und ob zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.
Gemeindehaushalt 2026
Aus dem regionalen Zukunftsprogramm (RZN) wurden der Ortsgemeinde 46.879,59 Euro für die kommenden drei Jahre bewilligt. Zudem stehen nach dem jetzigen Stand wieder die 1.500 Euro aus dem Förderprogramm „Dorfbudget“ zur Verfügung. (Kö)