Dieses Schild an den Bussteigen am Donatusplatz weist auf den Start des Busverkehrs am 14. März hin.
Der Plan zeigt die 5 neuen Bussteigen mit den einzelnen Linien am Donatusplatz. Foto: VRT/Screenshot/www.vrt-info.de
Seit Mitte Dezember ist der Donatusplatz offiziell eingeweiht. Der Platz wurde für rund 3,5 Millionen Euro Zuschüsse aus der Städtebauförderung ausgebaut. Zur Einweihung war Innenminister Michael Ebling nach Hermeskeil gekommen (RuH berichtete darüber). Am Samstag, dem 14. März wird jetzt mit der Freigabe der Bussteige die letzte große Baumaßnahme am Donatusplatz abgeschlossen sein.
Die Bauarbeiten am Donatusplatz (Doni) begannen im September 2024. Das hatte zur Folge, dass die Stadt ihren zentralen Busbahnhof an den Neuen Markt neben dem Feuerwehrmuseum verlegt hat. Entlang der neuen Umwelt- und Busspur am Donatusplatz wurden inzwischen fünf Bussteige errichtet an denen die Busse für die verschiedenen Linien abfahren. Der Busbenutzer kann sich an den Bussteigplänen über die verschiedenen Linien orientieren.
Schon bei der Einweihung des „Doni“ hatte die Stadt angekündigt, dass der Umzug des ÖPNV etwas später erfolgen werde. René Treitz, dem als Beigeordneter die Bauangelegenheiten obliegen, hat in einem Pressegespräch vergangene Woche darauf hingewiesen, dass von vornherein klar war, dass der Umzug des ÖPNV zum neuen zentralen Omnisbus-Bahnhof (ZOB) etwas später erfolgen werde, als die Freigabe für den normalen Autoverkehr. Ein Grund dafür lag im Wesentlichen darin, dass die beiden Ampelanlagen wegen Lieferschwierigkeiten nicht rechtzeitig installiert werden konnten. Das ist vor allem in Höhe der Tiefgarage von hoher Wichtigkeit, damit für die Fußgänger das sichere Überqueren der Straße sichergestellt ist. Dazu kommt, dass morgens vor Schulbeginn und am frühen Nachmittag mit einer großen Anzahl von Schülern zu rechnen ist.
Bis der Umzug an den Zentralen Omnibus-Bahnhof realisiert werden konnte, sind insgesamt fünf Monate Planungszeit nötig gewesen, erklärt der Beigeordnete. „Damit ist dann die letzte große Baumaßnahme am Donatusplatz abgeschlossen“, so Treitz weiter. Inzwischen sind neue Linien dazugekommen, das hat die Konsequenz, dass Fahrpläne und Fahrzeiten neu geordnet werden mussten.
Die insgesamt fünf Bussteige befinden sich nicht mehr auf dem inzwischen neu angelegten freien Donatus-Platz, sondern sind entlang der St.-Josef-Straße angelegt. An den einzelnen Bussteigen sind jetzt noch provisorische Linienpläne angebracht, an denen die Fahrgäste sich orientieren und erkennen können, welcher Bus an welchem Fahrgaststeig abfährt. Diese Provisorien sollen durch etwa 3 m hohe Stelen, vorgesehen für jeden Bussteig, ersetzt werden. Mit deren Lieferung rechnet Treitz in etwa 6 bis 8 Wochen. Schon jetzt ist ein digitaler Fahrplananzeiger (Monitor), ähnlich wie bei Bahnhöfen der Deutschen Bundesbahn, an einem der Wartehäuschen angebracht. An diesem Monitor wird der Fahrgast über die einzelnen Linien, die Abfahrtszeiten oder auch mögliche Verspätungen informiert. Dieser Fahrplanzeiger bietet auch Platz für touristische Werbeanzeigen wie etwa Veranstaltungen in der Region.
Die Bussteige haben unterschiedliche Größen, dabei sind zwei davon (3 und 4) für größere Gelenkbusse geeignet. Das An- und Abfahren, vor allem mit den größeren Bussen ist, vorher erprobt worden. Sollte es im laufenden Betrieb zu Problemen kommen, bestehe auch die Möglichkeit dass man Linien auch an andere Bussteige verlegen könne.
Der Umzug wird am Samstag, den 14. März vollzogen. Dann werden morgens um 6 Uhr die ersten Busse an den neuen Bussteigen in der St.-Josef-Straße halten und abfahren. Dieser Termin wurde bewusst gewählt, um zunächst aus dem Schüler- und Berufsverkehr herauszukommen.
Auswirkungen für den Individualverkehr
Ab dem 14. März fahren die Busse auf der Umweltspur in der St.-Josef-Straße entlang des neu gestalteten Donatusplatzes. Der übrige Autoverkehr bewegt sich auf der einspurigen Fahrbahn links daneben. Beim Rausfahren aus der Haltebucht wird es zwangsläufig dazu kommen, dass die Busse zumindest kurzfristig, über die PKW-Spur fahren. Hier muss der Autofahrer gegenseitige Vor- und Rücksicht walten lassen. Neu ist auch schon jetzt, dass die Zufahrt von der Josef-Krebs-Straße von unten kommend in den Innstadtring gesperrt ist. Ein Abbiegen von dort auf die St.-Josef-Straße wäre wegen der schlechten Sichtverhältnisse, bedingt durch haltende Busse zu problematisch.
Parkplatz am Neuen Markt bleibt vorläufig gesperrt
Der Neue Markt wird auch nach dem Umzug zum Donatusplatz noch einige Zeit für Parkende nicht benutzbar sein. Der Platz weist umfangreiche Asphaltschäden auf, die zunächst erst mal saniert werden müssen. Diese Arbeiten und die Markierung der Parkplätze werden mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen. Zusätzlich werden zwei Parkplätze hergerichtet für Reisebusse, die die Jugendherberge oder das Feuerwehrmuseum anfahren. In dieser Zeit findet auf dem Neuen Markt eine Komplettsperrung statt. (Kö)