Fabienne Reinert hat am vergangenen Samstag ihr Herzenprojekt "Fabs4Family" in Hermeskeil am Kopf der Fußgängerzone (ehemalige Räumlichkeiten der Seifen Diva) eröffnet.
Mit vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern ist in Hermeskeil am vergangenen Samstag ein neues Projekt gestartet. Zur Eröffnung ihres Ladens freute sich Fabienne Reinert aus Gusenburg über großen Zuspruch. Bei Sekt und Häppchen nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich umzuschauen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die 41-Jährige ist Pädagogin, ADHS-Expertin und selbst zweifache Mama. Mit ihrem neuen Laden möchte sie mehrere Ideen miteinander verbinden. Neben einem nachhaltigen Einkaufsangebot soll hier auch ein Ort entstehen, an dem Menschen sich begegnen, austauschen und Unterstützung finden können.
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist ein Second-Hand-Angebot für Baby-, Kinder- und Jugendkleidung in den Größen 40 bis 180 sowie Umsrandsnode, Spielwaren und Bücher. Gut erhaltene Ware wird im Kommissionsverkauf angeboten. Dabei achtet Reinert bewusst auf Nachhaltigkeit: Fast-Fashion und Discounterware werden nicht angenommen. „Es geht darum, gut erhaltene Dinge weiterzugeben und Ressourcen sinnvoll zu nutzen“, erklärt sie. Angenommen wird Kleidung nach Terminvereinbarung – ganz unkompliziert, etwa per WhatsApp. Grundsätzlich gilt: „Alles, was in einen Wäschekorb passt.“
Neben Kleidung finden Besucherinnen und Besucher auch ausgewählte Geschenkideen. Reinert arbeitet dabei mit regionalen Partnern zusammen, darunter Hilo & Soul, dem Buchfink, Nina natürlich nähen sowie dem Klosterverlag Maria Laach. Weitere sollen in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Geschenkeservice – etwa mit zusammengestellten Paketen zur Kommunion.
Doch der Laden soll bewusst mehr sein als ein Geschäft. Reinert möchte hier auch eine Familienbegegnungsstätte aufbauen. Geplant sind Gesprächskreise, Workshops und thematische Treffen. So sollen beispielsweise Gesprächsrunden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ADHS oder anderen Besonderheiten sowie für deren Familien entstehen.
Die Idee dahinter ist, einen niedrigschwelligen Ort für Menschen jeden Alters zu schaffen: „Man kommt vielleicht zum Stöbern rein – und kommt ins Gespräch“, sagt Reinert. Als Pädagogin will sie künftig zudem pädagogische (Familien-)Beratung anbieten. Viele der Angebote sollen sich mit der Zeit entwickeln – je nachdem, welche Bedürfnisse und Ideen aus der Gemeinschaft entstehen.
Geöffnet ist der Laden derzeit mittwochs und donnerstags von 12.30 bis 16.30 Uhr sowie freitags von 10.30 bis 14.30 Uhr. Zusätzlich öffnet er an jedem ersten Samstag im Monat von 10.30 bis 14.30 Uhr.
Nach der gelungenen Eröffnung blickt Fabienne Reinert zuversichtlich nach vorne. Ihr Ziel ist es, Schritt für Schritt einen Ort zu etablieren, an dem Nachhaltigkeit, Beratung und Begegnung zusammenkommen – und der Familien in der Region einen neuen Treffpunkt bietet. (LeWe)