Erfolgreiche Kopfballabwehr eines Haager Abwehrspielers
Durch einen mühevollen, aber letztendlich wertvollen und verdienten 1:0-Sieg gegen den Tabellenletzten SG Haag II haben die Gastgeber einen entscheidenden Sprung nach vorne in der Tabelle gemacht, da der Tabellenzweite, die SG Thalfang, im Heimspiel gegen Kordel mit 0:1 verloren hat.
Eines vorweg: Es war kein Leckerbissen, was den etwa 100 Zuschauern auf „Der roten Erde“ in Damflos geboten wurde. Andererseits bleibt festzuhalten, dass Fußball eben ein Ergebnissport ist. Im Gegensatz zu Sportarten wie Eiskunstlauf oder Turnen gibt es im Fußball keine Haltungsnoten. Es spielt eben für die Tabelle keine Rolle, ob ein Sieg-Tor durch eine filigrane Kombination über zehn Stationen oder durch einen haltbaren Kullerball erzielt wurde. Am Ende des Tages werden nur die drei Punkte gewertet und die waren für die Gastgeber, bei der gleichzeitigen Niederlage der SG Thalfang gegen Kordel von eminent hoher Bedeutung.
Die Begegnung vom vergangenen Sonntag zwischen dem Tabellendritten der SG Züsch/Hermeskeil (34 Punkte) und dem abgeschlagenen Tabellenletzten SG Haag II (4 Punkte) konnte man auch als Spiel „David gegen Goliath“ bezeichnen. Das Team der SG Haag II hat auf keinen Fall den Eindruck hinterlassen, die Fahrt nach Damflos zu einem Vereinsausflug werden zu lassen.
Die Gastgeber begannen ballbesitzorientiert näherten sich über die linke Seite überwiegend durch den ballgewandten Badr Aldin Mohamed (Mo) und über die rechte Seite über René Probst. Immer wieder stand die vielbeinige Abwehr der Gäste, allen voran Innenverteidiger Tobias Bader, den zum Einschuss bereiten Stürmern wie Jakob Hotz oder auch dem eingewechselten Johannes Ziegenhagel im Weg. Die größte Chance zum 1:0 ergab sich in der 15. Minute, als „Mo“ sich in der Mitte erfolgreich im Dribbling durchgesetzt hatte, sein Schuss aber durch den Haager Torhüter Marius Becker im Stile eines Handballtorhüters per Fuß zur Ecke abgelenkt wurde. Im Anschluss an diese Szene hatten die Gastgeber vier Eckbälle zu verzeichnen, die allerdings entweder eine Beute des sicheren Torhüters wurden oder per Kopf durch die hochaufgeschossenen Abwehrspieler des SG Haag aus der Gefahrenzone befördert wurden. In der 30. Minute dann wieder eine der zahlreichen Großchancen der Gastgeber, als Maximilian Maßing nach Flanke von Scott Henninger den Ball per Kopf an den Pfosten setzte. Berechtigter Ausruf von Routinier Tobias Gosert: „Männer wann wollt ihr denn endlich mal einen reinmachen“.
Die Taktik der Gäste mit dem antiquierten „Kick and Rush“ führte zunächst für keine Torgefahr. Dazu standen in der Abwehr der umsichtige Hendrik Altmaier und Tobias Gosert zu sicher, um etwas anbrennen zu lassen. Beide sorgten auch immer wieder für eine kluge Spieleröffnung. Dann aber in der 32. Minute eine Szene, die beinahe den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte. Einen weiten Abschlag nahm der Haager Fabian Alt geschickt an und seinen Flachschuss konnte Torhüter Robin Nepi reaktionsschnell um den Pfosten lenken.
Dann war in der zweiten Halbzeit noch keine Minute gespielt, als der quirlige Yusuf Mohamed auf Vorlage von Badr (Mo) durch einen raffinierten Heber das 1:0 gelang.
Alle die jetzt gehofft hatten, dass dies der erwartete „Brustlöser“ für weitere Treffer wäre, sah sich getäuscht. Die Gäste taten dem Team der Einheimischen nicht den Gefallen jetzt hinten aufzumachen, sondern agierten wie schon in der ersten Halbzeit überwiegend destruktiv, während die Gastgeber sich in Strafraumnähe immer wieder schwertaten, Das war zum einen dem teilweise schlampigen Abspiel, dem zögerlichen Abschluss in Tornähe aber auch der Zweikampfstärke des Gegners und dem starken Torwart geschuldet. Am Ende war es ein glanzloser aber hochverdienter Sieg. Die Aussage von Vorstandmitglied Armin Sersch brachte es auf den Punkt: „Ein Pflicht- und Arbeitssieg, der uns weitergebracht hat, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“. (Kö)