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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 12/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Hermeskeil

Rückgang der Fallzahlen – leichter Rückgang der Aufklärungsquote

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der Polizeiinspektion Hermeskeil fasst die Entwicklung der Kriminalität im Gebiet zusammen, mit deutlichen Rückgängen bei Fallzahlen und einer leicht gesunkenen Aufklärungsquote. In der Gesamtschau kann man durchaus von einer positiven Entwicklung, einer geringen Kriminalitätsbelastung und einem hohen Sicherheitsniveau sprechen.

Allgemeines und Entwicklung der Fallzahlen

Die örtliche Zuständigkeit der Polizeiinspektion Hermeskeil umfasst 33 Ortsgemeinden aus der Verbandsgemeinde Hermeskeil, Kell Ruwer und Thalfang auf einer Fläche von 333 Quadratkilometern. Zum 01.01.2025 lebten 27.464 Menschen im Dienstgebiet der Polizeiinspektion (PI) Hermeskeil (Zensus:01.01.2025).

Im Jahr 2025 wurden 1.421 Straftaten erfasst, ein Rückgang um 33,4 % oder 712 Fällen gegenüber 2024, mit 2.133 Fallzahlen. Die Aufklärungsquote sank leicht auf 76,6 %. Die Fallzahlen zeigen einen langfristigen Rückgang. Die Häufigkeitszahl, die die Belastung pro 100.000 Einwohner misst, ist im Vergleich zu bundesweiten und rheinland-pfälzischen Werten niedriger.

Kriminalitätsentwicklung nach Deliktgruppen

Rohheitsdelikte, wozu Straftaten, die durch Gewaltanwendung, Brutalität oder Rücksichtslosigkeit gegen die körperliche Unversehrtheit oder persönliche Freiheit einer Person gekennzeichnet sind wie Körperverletzung, Raub und Bedrohung gingen um 22 % auf 268 Fälle gegenüber 346 Fällen im Jahre 2024 zurück.

Die Eigentumskriminalität, hierzu zählen Straftaten bei denen die Täter das Eigentum anderer Personen oder Institutionen rechtswidrig entwenden zeigte gemischte Trends: Einfache Diebstähle sanken um 40 %, während schwere Diebstähle und Wohnungseinbrüche stiegen. Vermögens- und Fälschungsdelikte, die das Ziel haben das Vermögen einer Person oder eines Unternehmens zu schädigen und sich selbst oder einen Dritten zu bereichern (Betrug und Untreue) stiegen leicht. Sachbeschädigungen gingen deutlich zurück. Hier ist ein Rückgang von 132 Fällen im Jahr 2024 auf 97 Fälle (-26,5 %) zu erkennen. Von diesen Sachbeschädigungen waren 43 auf öffentlichen Wegen und Plätzen. Ausländerrechtliche Verstöße sanken um 56,3 %, was auf die Zuwanderungssituation zurückzuführen ist. Während im Jahr 2024 noch 794 Fälle zu verzeichnen waren, sank die Zahl im Jahr 2025 auf lediglich 347 Fälle. Die Rauschgiftdelikte, gingen, insbesondere nach der Teillegalisierung von Cannabis, um die Hälfte auf 26 Fälle zurück.

Tatverdächtige und gesellschaftliche Aspekte

Von den 959 Tatverdächtigen waren etwa 10 % Jugendliche (14 bis unter 18 Jahren), der Anteil der jugendlichen Tatverdächtigen stieg deutlich. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 41,5 %, wobei ausländerrechtliche Verstöße hier nicht berücksichtigt sind.

Fazit:

Die rückläufige Fallzahlenentwicklung deutet grundsätzlich auf eine verbesserte Sicherheitslage hin. Dies drückt sich auch in der gesunkenen Häufigkeitszahl aus. Sie stellt die Straftatenbelastung pro 100.000 Einwohner dar und lag im Jahr 2025 bei 5.174. Zum Vergleich lag die Häufigkeitszahl 2024 bundesweit bei 6.650 und in Rheinland-Pfalz bei 5.803. Führt man die Berechnung ohne ausländerrechtliche Verstöße durch, lag die Häufigkeitszahl 2025 bei lediglich 3911, also ein Rückgang von 923 Fällen gegenüber 2024.

Wenn auch in einzelnen Bereichen steigende Fallzahlen zu verzeichnen waren, kann man in der Gesamtschau durchaus von einer positiven Entwicklung, einer geringen Kriminalitätsbelastung und einem hohen Sicherheitsniveau sprechen. Dies ist einerseits der guten Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern in der Region und der Unterstützung in der Bevölkerung zu verdanken.