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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 12/2026
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„Volles Haus“ im Klösterchen

Infotafeln mit kirchlichen Angeboten für Kinder, gestaltet von Kitas im Pastoralen Raum

Was passiert mit unseren Kirchen? (Vortrag in der Klosterkirche)

Eine interessante Collage: Sämtliche Kirchen im Pastoralen Raum auf einen Blick

Der scheidende Generalvikar Ulrich von Plettenberg zelebrierte den feierlichen Gottesdienst zur Wiedereröffnung des Klosters.

Zahlreiche Gläubige besuchten die Synodalversammlung des Pastoralen Raums Hermeskeil

In der Hermeskeiler Klosterkirche fanden am Samstagmorgen nicht alle Besucher einen Sitzplatz, als Dekan Christian Heinz sie zu Beginn des Gottesdienstes zur feierlichen Wiedereröffnung des Klosters begrüßte. Anlass dafür war der Umzug des pastoralen Teams und der Mitarbeiterinnen des Pfarrbüros in die Räume des ehemaligen Franziskanerklosters, womit ab sofort die gesamte Immobilie von der Pfarrei St. Franziskus im Hochwald genutzt wird. Die Messe zelebrierte Generalvikar Ulrich von Plettenberg, assistiert vom Dekan sowie den Pfarrern Sergio Fernandez und Kai Georg Quirin von der Pfarrei Herz Jesu im Hochwald, die zum Pastoralen Raum gehört.

Bereits eine Stunde zuvor war man dezentral gestartet mit Informationen und Aktionen „in fünf lebendigen Orten von Kirche im Pastoralen Raum“, wie es in der Einladung hieß: der Wallfahrtskirche in Berglicht, der Nationalparkkirche in Muhl, der St. Remigius Kirche Reinsfeld, bei den Krippenbauern in der Thommer Kirche und in der Hermeskeiler Tafel. Zur Messe, die musikalisch sehr ansprechend durch den Kirchenchor und Kinderchöre aus Reinsfeld unter der Leitung von Elmar Neufing sowie vom Klosterensemble gestaltet wurde, waren anschließend alle im Klösterchen eingetroffen.

Am Ende des Gottesdienstes sprachen Jörg Weber, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Trier, der städtische Beigeordnete Bernhard Kronenberger sowie Stefan Ding, Bürgermeister und unmittelbarer Klosternachbar, Grußworte, ehe Generalvikar von Plettenberg die neu bezogenen Räumlichkeiten des Klosters einsegnete.

Unter dem Motto „Begegnungs-Reich“ startete anschließend die Synodalversammlung, begleitet von einem herzhaften Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen, die sich großem Zuspruch erfreuten. Die von den Besuchern bereitwillig hingegebenen Spenden kamen der Messdienerkasse zugute. So gut wie alle Besucherinnen und Besucher nahmen zunächst die Gelegenheit wahr, die über Jahrzehnte nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen ehemaligen Wohnräume der Franziskanerpatres und -brüder, in denen sich heute die Büros befinden, erstmals zu besichtigen. Dabei stießen sie im gesamten Klosterbereich auf Stellwände, auf denen sich die verschiedensten kirchennahen Einrichtungen mit Informationen präsentierten. Darunter waren der Marienhauscampus, das Mehrgenerationenhaus, das Ambulante Hospiz und die Caritas, um nur einige zu nennen (sie alle aufzuzählen, würde den Umfang dieses Artikels sprengen).

In den Mitarbeiterbüros fanden am Nachmittag zahlreiche Workshops zu vielfältigen Themen statt. Auch hier aus Platzgründen nur eine beispielhafte Aufzählung: der Martinusweg, ein Pilgerweg direkt durch den Pastoralen Raum - Welche Bedeutung hat der Synodale Weg für unseren Pastoralen Raum? - eine christliche Meditation zur Musik - das neue Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz. In der Klosterkirche zeigte zudem Peter Berdi, Architekt in der Denkmalpflege, eine Präsentation mit dem Titel „Denk (Mal) - was passiert mit unseren Kirchen?“

An diesem Tag konnte - wie es in der Einladung gestanden hatte - tatsächlich und beeindruckend „die Vielfalt der Kirche Im Hochwald erlebt werden“. Eine große Rolle spielt dabei auch das Engagement vieler Ehrenamtlicher auf allen möglichen Ebenen. Darauf hatte Generalvikar von Plettenberg in seiner Predigt hingewiesen, als er sagte, er werde in Kürze wieder eine wenig erfreuliche Statistik präsentieren müssen. Gemeint waren damit unter Anderem die Zahlen der Kirchenaustritte im vorigen Jahr. „Aber Statistik ist nicht alles“, bemerkte er. Denn die kirchlichen Aktivitäten im Bistum reichten weit über das hinaus, was diese abbilde. Vielen engagierten Mitarbeitenden sei es ein Herzensanliegen, für die Menschen da zu sein und nur im Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt sei die katholische Kirche denkbar.