Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 13/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Ehrenamtler im Porträt

Klaus Heib während eines Arbeitseinsatzes vor dem Geisfelder Sportheim

Die gute Seele des Vereins

 

Klaus Heib ist seit 28 Jahren Kassierer des SV Geisfeld

Unzählige Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne Ehrenamtliche nicht existieren. Ohne das Engagement in Sport- oder Musikvereinen oder anderen sozialen Institutionen würden viele wichtige Dienste für das Gemeinwesen entfallen, weil sie von den Kommunen nicht geleistet werden können. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stärkung demokratischer Werte ist der Einsatz von Menschen auf freiwilliger Basis in unserer Gesellschaft von immenser Bedeutung.

Einer der als exemplarisches Beispiel für vorbildliches Engagement im Ehrenamt steht ist Klaus Heib, der langjährige Kassierer des SV Geisfeld.

Zum Verein

Der SV Geisfeld besteht seit 1931 und wird dieses Jahr 95 Jahre alt. Schwerpunktmäßig wird beim SV Geisfeld Fußball gespielt. Im Jahre 1992 hat man sich dazu entschlossen mit dem Nachbarverein SV Rascheid eine Spielgemeinschaft einzugehen. Seit der Saison 2022/23 ist als dritter Partner zur bestehenden Spielgemeinschaft der TuS Reinsfeld dazu gestoßen. Ziel für diesen weiteren Zusammenschluss ist es, die Kräfte der drei Vereine zu bündeln, um den Spielbetrieb langfristig zu sichern und die sportliche Qualität in der Region zu halten.

Persönliche Hintergründe

Der 59-jährige Klaus Heib ist seit über 40 Jahren Mitglied des SV Geisfeld. Er wohnt in Immert und ist beruflich bei der Firma Schaeffler in Morbach als Chemietechniker angestellt. Fußballerisch hat er 1982 als Spieler in der B-Jugend begonnen. Nach zweijähriger Spielzeit bei der A-Jugend begann dann 1986 seine Laufbahn im Erwachsenenbereich. Bis 1991 hat er überwiegend in der 2. Mannschaft des SV Geisfeld gespielt, die damals abwechselnd in der Reserveklasse bzw. D-Klasse angesiedelt war. Auch nach dem Zusammenschluss mit dem SV Rascheid hat er bis 2001 abwechselnd in der 2. bzw. 3. Mannschaft mitgewirkt. Im Jahre 2002 folgte dann der Übergang zur AH (Alte Herren), bevor er dann 2018 seine Karriere als aktiver Fußballer ausklingen ließ.

Im Vorstandsteam des SV Geisfeld wirkt er seit 1994 mit, zunächst als 2. Schriftführer, bevor er 1998 zum Kassierer gewählt wurde. Dieses Amt hat er bis heute inne. Die ständige Modernisierung der Vorstandsarbeit liegt ihm sehr am Herzen, dazu gehört zweifelsohne auch die Digitalisierung. Seine Philosophie dazu: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit". Zu seinen Aufgaben zählt nicht nur die Arbeit am Schreibtisch als Kassierer, Klaus Heib ist für den SV Geisfeld „Hans Dampf" in allen Gassen. So ist er meistens bei den Heimspielen in Geisfeld an der Eingangskasse oder am Getränke- oder Imbissstand aktiv. Nach seinen sportlichen Ansprüchen befragt, betont er dass es ihm ein großes Anliegen sei, dass die Spielgemeinschaft der drei Vereine möglichst in der Bezirksliga angesiedelt ist. Der sportliche Erfolg ist die eine Seite, so Heib, ihm ist es aber auch wichtig, dass ein Sportverein nicht nur als reiner sportlicher Dienstleister, wie etwa ein Fitnessstudio zu sehen ist, sondern neben den primären sportlichen Aktivitäten auch die solidarische Gemeinschaft im Verein und auch in der Gemeinde Geisfeld im Vordergrund steht.

Sein sportliches Highlight

Natürlich hat der Kassierer des SV Geisfeld, wie es bei einem Sportverein üblich ist auch ständige „Ups an Downs" erlebt. Für ihn war es ein sportlicher Höhepunkt als die SG Geisfeld/Rascheid 2012/13 in die Bezirksliga aufgestiegen ist. In der darauffolgenden Saison stand man mit dem SV Krettnach mit 37 Punkten punktgleich auf Platz 13. Im Entscheidungsspiel in Schillingen wohnten der Begegnung 1.400 Zuschauer bei. Die SG Geisfeld/Rascheid gewann mit 1:0, Torschütze war Daniel Lochen. „Ich war damals mächtig stolz, dass wir die Klasse halten konnten aber auch dass ich die satten Einnahmen aus dieser Begegnung im Kassenbuch verbuchen konnte", so der Vereinskassierer.

Was sagt seine Ehefrau zu seiner zeitaufwändigen ehrenamtlichen Tätigkeit: „Sie hat zwar am Fußball wenig Interesse, toleriert aber ohne „Wenn und Aber" mein Engagement", so Heib wörtlich. Sein 24-jährige Sohn Max gehört übrigens schon seit Jahren zum Kader der zweiten Mannschaft, die aktuell in der B-Liga spielt. (Kö)