Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 13/2026
Titelseite
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

Rheinland-Pfalz hat einen neuen Landtag gewählt

Das Ergebnis der Landtagswahl 2026

 

Die CDU ist der große Gewinner – Johannes Kölling gewinnt den Wahlkreis Konz/Saarburg

Am vergangenen Sonntag haben in unserem Bundesland Rheinland-Pfalz Landtagswahlen stattgefunden. Und die ganze Republik schaute nach dem überraschenden Wahlergebnis in Baden-Württemberg gespannt nach Mainz, die Frage dabei lautete: „Wird es der CDU nach 35 Jahren SPD-Regentschaft gelingen, diesmal eine Mehrheit zu erringen"? Im Vorfeld hatte die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Gordon Schnieder bei allen Wähler-Umfragen mal mit einem oder auch zwei Prozentpunkten vor der SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer geführt, zuweilen wurde von einem Kopf-an-Kopf-Rennen gesprochen, zumal sich bis zum Wahlsonntag 30 Prozent der Wähler noch nicht entschieden hatten. Den Wahlkreis (26) Konz/Saarburg gewinnt Johannes Kölling (CDU) deutlich vor seiner Mitbewerberin Lena Weber von der SPD.

Und bei der SPD hoffte man insgeheim, wie in 2021 erneut als Sieger aus der Wahl hervor zu gehen. Affären und Spielchen hatte es vor dem Wahlsonntag nicht gegeben, der Wahlkampf war fair und sachlich von beiden Seiten geführt worden, vielleicht auch deshalb, weil die beiden Spitzenkandidaten per „Du" sind und sich sehr gut kennen und schätzen. Am Sonntagabend zeichnete sich schon kurz nach 18 Uhr der Sieg der CDU ab, gegen 22 Uhr stand das Endergebnis fest. Es wird in Mainz einen Wechsel an der Spitze der Landesregierung geben, der neue Ministerpräsident wird Gordon Schnieder heißen. Die Sozialdemokraten sind um fünf Prozentpunkte geschlagen worden, die CDU hat 31.0 Prozent der Wählerstimmen erhalten, die SPD dagegen nur 25,9 Prozent, ein deutlicher Sieg, der für die CDU höher ausgefallen ist als erwartet. Entsprechend freudig ist man hier gestimmt, die Enttäuschung bei den Genossen ist dagegen groß. Doch allein wird Gordon Schnieder nicht regieren können, er ist auf einen Koalitionspartner angewiesen. Mit den Grünen, die 7,9 Prozent bekommen haben, reicht es nicht, FDP und die Freien Wähler haben es nicht mehr in den Landtag geschafft und mit der auf 19,5 Prozent erstarkten AFD wollen weder CDU noch SPD regieren. Bleibt also nur eine große Koalition von CDU und SPD, was sich auch schon mehr oder weniger abgezeichnet hatte. Doch diese große Koalition wird kein Selbstläufer werden, auf die auf Bundesebene bestehende Schwarz-Rote Verbindung sei hingewiesen. Zunächst wird es Sondierungsgespräche geben, dann stehen vermutlich harte Koalitionsverhandlungen bevor, ehe man einen Koalitionsvertrag und eine Regierungsmannschaft präsentieren kann. Eines steht schon fest, Alexander Schweitzer wird nach seinen eigenen Worten im neuen Kabinett nicht dabei sein. Die Wahlbeteiligung im Land lag bei 68,5 %, fast ein Drittel der Wähler haben somit von ihrem Stimmrecht nicht Gebrauch gemacht. Weitere Zahlen können aus den beigefügten Grafiken entnommen werden.

Johannes Kölling gewinnt Wahlkreis Konz/Saarburg

Der Wahlkreis Konz/Saarburg, zu dem auch die Verbandsgemeinde Hermeskeil gehört, geht bei den Erststimmen deutlich an Johannes Kölling (37,9 %). Seine Gegenkandidatin Lena Weber, die ehemalige Hermeskeiler Stadtbürgermeisterin, erhält 26,6 % der Erststimmen. Damit zieht nach zwei Legislaturperioden mit Lothar Rommelfanger (SPD) im Wahlkreis 26, wieder ein CDU-Mann in den Landtag ein. Weber liegt zwar gleich auf mit dem Ergebnis ihrer Partei auf Landes- und Wahlkreisebene, gegenüber der Wahl von Rommelfanger 2021 verliert sie allerdings mehr als 10 %. Natürlich zeigte sich die Hochwälderin enttäuscht, gesteht ihre Niederlage ein, gratuliert Johannes Kölling zu seinem Wahlsieg und bedankt sich bei ihren Wählern, sowie auch bei den zahlreichen Helfern, die ihr bei ihrem engagierten Wahlkampf unterstützend zur Seite gestanden haben. Ein kleiner Trost bleibt: In der Verbandsgemeinde Hermeskeil hat sie in acht (Neuhütten, Züsch, Damflos, Geisfeld, Hermeskeil, Gusenburg, Beuren, Bescheid) von 13 Ortsgemeinden die Mehrheit erreicht und 34 % geholt. Bei den Zweitstimmen kommt die CDU in der VG Hermeskeil auf 33,2 %, die SPD erreicht 27 %, drittstärkste Kraft wird die AfD mit 19,9 %.   bb