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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 14/2018
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Musikverein Gusenburg begeistert mit Jahreskonzert

RuH - Ansgar Waschbüsch mit dem Kontrafagott

RuH - Junge Damen an den Saxophonen

Horn4you

Ansgar Waschbüsch mit Solo auf seltenem Instrument

Es hat seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde Gusenburg, das Jahreskonzert des Musikvereins „Lyra“ am Samstagabend vor Palmsonntag. Auch in diesem Jahre hatte sich das Orchester unter der Leitung von Dietmar Knippel intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet, neben zahlreichen Proben waren die mehr als 50 Musiker/innen auch zu einem Probenwochenende zusammen gekommen. Am Samstag vor acht Tagen war es soweit, die Grenderichhalle war festlich geschmückt und bis auf den letzten Platz besetzt, mehr als 250 Zuhörer/innen waren gekommen, um dem Orchester zu lauschen.

Nachdem die Akteure auf der Bühne Platz genommen hatten begrüßte der 1. Vorsitzende Thorsten Bronder die Anwesenden, unter ihnen Bürgermeister Michael Hülpes und Ortsbürgermeister Josef Barthen sowie zahlreiche Ehrenmitglieder des Vereins. Und schon ging es los. Mit „Adventure“ (Abenteuer), einer fiktiven Filmmusik vom Markus Götz, wurden die Zuhörer/innen die Welt der symphonischen Blasmusik entführt. Dann eine musikalische Reise auf die grüne Insel, Irland. „Legend and Lore“, eine Heldensaga, vermittelte mit traditionellen irischen Melodien einen Eindruck von der Besonderheit der irischen Volksmusik. Hier kamen die ersten Solisten im Holzregister zum Einsatz. Beim folgenden Stück blieb man auf der Insel. „Irisch Tune from County Derry“ oder besser bekannt als „Danny Boy“, ein melancholisches Liebeslied, arrangiert von Percy Aldrigde Granger.

Zurück auf das Festland, in die Steiermark/Österreich auf den Wildoner Berg.„The last Giant“, der letzte Riese. Dieses stimmgewaltige Musikstück von Otto M. Schwarz handelt von einem Riesengeschlecht, das in den Bergen der Steiermark haust und die Menschen immer wieder in Angst und Schrecken versetzt, indem es große Felsbrocken und Bäume ins Tal schleudert. Der hübschen Wirtstochter gelingt es, den letzten Riesen zu betöre, ihn zu töten und die Menschen von den Riesen zu befreien.

Im Anschluss erklingen in „The beauty and the Beast“ – die Schöne und das Biest – Songs aus dem Walt Disney-Film, es gibt auch ein gleichnamiges Musical. Die Geschichte handelt von einem verzauberten Prinzen, der als Biest leben muss. Der hübschen Belle gelingt es, den Zauber zu lösen und den Prinzen zurück zu verwandeln, Ende gut, alles gut, wie Liebesgeschichten eben enden. Auch hier waren Solisten aus den Blechregistern zu hören.

Dann ein Blues für eine tote Katze, ein Stück von Jack End. Auf dem Nachhauseweg läuft der Komponist tagelang an einer toten Katze vorbei, die Eindrücke animieren ihn, für diese arme Tier einen Blues zu schreiben. Der Blues, ein afroamerikanische Musikstil, hat seine Ursprünge in den Südstaaten Amerikas. Als Solisten agierten Daniel Backes an der Posaune, Alexander Klemens am Saxophon und Felix Knippel an der Trompete.

Nach der Pause erklingt mit „Supertramp“ ein Medley der bekanntesten Songs dieser in den 70er und 80er Jahren sehr aktiven Rockband. „Breakfast in Amerika“ und „It’s raining again“, um nur zwei der bekanntesten Songs zu nennen. Dann ein weiterer Höhepunkt des Konzertabends. „Born4Horn“, - geboren für das Horn -. Das 6köpfige Hornregister hat seinen großen Auftritt und begeistert das Publikum. Das Horn, ein sehr altes und in den Anfängen sehr einfaches Instrument, ist heute aus den Blasorchestern nicht mehr weg zu denken, allerdings ist es nicht jedermanns Sache, man muss für das Horn geboren sein, so Johannes Trampert in seinen Ausführungen zum Stück.

Das Saxophon, ein Blechinstrument, zählt zum Holzregister, weil über ein Holzblatt die Töne erzeugt werden. Gängig sind das Bartion-Sax, das Tenor-Sax, das Alt-Sax und ab und an das Sopran-Sax, am Konzertabend von Ann-Sophie Clemens gespielt. In „Saxophon-Jubilee“ hatte das 9köpfige Register seinen großen Auftritt, verstärkt durch Kristina Malburg und Felix Lorang. Das schwungvolle Stück hat Harm Evers zu Ehren des Erfinders dieses Instrumentes geschrieben.

Anschließend hat Ansgar Waschbüsch, ein Gusenburger Junge, in Miltenberg lebend, seinen großen Auftritt. Er hat alle seine Instrumente mitgebracht: Klarinette, Fagott, Flöte und ein Kontrafagott. Mit dem Kontrafagott, einem Instrument, das die meisten Zuhörer in ihrem Leben noch nicht gesehen haben, spielt er „Der alte Brummbär“ von J. Fucik. Dabei zaubert er aus dem gewaltig erscheinenden Holzblasinstrument (gesamte Rohrlänge 6 m) extrem tiefe Töne, die nur noch die Tuba bringen kann.

Den Abschluss des offiziellen Konzertabends bildet ein Rock-Mix der bekannten Rockband „Bon Jovi“.

Kein Konzert ohne Zugabe. Und natürlich darf ein Marsch nicht fehlen, er gehört einfach zu einem Blasorchester. „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ bekannt aus Bestandteil des „Großen Zapfenstreiches“ ließ die Herzen der Marschliebhaber höher schlagen, Solist an der Trompete Felix Knippel.

Und noch eine Zugabe: Cross-Fire, Rock und Pop.

Zum 10. Mal hat Johannes Trampert in gekonnter und humorvoller Art durch das Programm geführt, nach seinen Worten das letzte Mal. Abwarten. Er bedankte sich bei allen Akteuren und stellte die Gastmusiker und Debütanten dem Publikum vor.

Debütanten:

Alva Nickels an der Flöte, Nawin Zais am Schlagzeug, Dagmar Jakobs-Diendorf am Alt-Sax und Lukas Gahler am Horn.

Gastmusiker:

Kristina Malburg und Felix Lorang an den Saxophonen, Peter Düren an der Posaune, Moritz Kronenberger am Horn, Leo Ries an den Stabspielen und wie bereits erwähnt, Ansgar Waschbüsch.

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