Es ist schon seit Jahrzehnten eine gute Tradition in Gusenburg, das Jahreskonzert oder auch Frühlingskonzert des Musikvereins Gusenburg, der Termin ist fix, Samstagabend vor Palmsonntag. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit, die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt und die Vorfreude auf ein gutes Konzert war den Besuchern anzumerken. Orchesterchef Dietmar Knippel hatte zusammen mit seinen Musikerinnen und Musikern ein abwechslungsreiches Programm symphonischer Blasmusik zusammengestellt, die Anwesenden sollten ihr Kommen nicht bereuen.
Zu Beginn begrüßte der neue 1. Vorsitzende Felix Knippel die Gäste, unter ihnen Bürgermeister Stefan Ding und den Kreisbeigeordneten Martin Alten. Nachdem die rd. 50 Akteure auf der Bühne Platz genommen hatten, ging der Reigen der musikalischen Darbietungen los. „Appalachian Aventure", ein Medley amerikanischer Volksmusiken machten den Anfang. Dann die Filmmusik des Science-Fiction Klassikers „Star Trek" von Jerry Goldsmith. Wer kennt sie nicht die Akteure des Raumschiffs Enterprice mit Captain Pickar. Mit „Funky Afternoon" von Markus Götz folgte ein Gute-Laune-Stück, schwungvoll und gespickt mit Jazz, Pop und Funk. Hier glänzten die Solisten Felix Knippel, Julius Knippel und Nils Knippel zusammen mit der Schlagzeuggruppe. „Schmelzende Riesen" hat Armin Kofler komponiert. Die Komposition hat das Thema Klimaerwärmung und schmelzende Gletscher zum Inhalt und endet mit einer Schlittenfahrt an den Nordpol. Vor der Pause einer der musikalischen Höhepunkte des Abends. „Abba Symphonic", arrangiert von Michael Jerg. Hier brachte das Orchester eine Reihe großer Songs von Agnetha, Anni-Frid, Benny und Björn, die Akteure der bekannten schwedischen Pop-Gruppe ABBA zu Gehör, die in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts große Erfolge feierte und deren Musik unsterblich ist. Wer kennt sie nicht, wie „Waterloo, The Winner takes it all, Mamma Mia, Money, Money, Money, SOS, Dancing Queen, Super Troper" und viele andere mehr.
Im zweiten Konzertteil des Abends dann eine Mischung u. a. aus klassischer Festmusik, Musical, Polka und Marsch. Nach „Festmusik der Stadt Wien" von Richard Strauss folgten Musical-Songs mit „The greatest showman" und Samba-Rhythmen mit „It had better be tonight" von Henry Manchini. Hier klangen Samba-Klänge aus dem Film „Der Rosa rote Panther" durch die Halle. Die Lieder des großen Elvis Presley, dem King of Rock´n Roll, sind unvergessen, „Lilo u. Stitch", in einem Arrangement von Peter Kleine Schaars hat bekannte Songs von Elvis zum Inhalt. Kein Konzert ohne Polka. Die Südböhmische Polka" von Ladislav Kubes unterscheidet sich etwas von der klassischen Polka, trotzdem Polka-Gedudel, altbacken und nicht jedermanns Geschmack. Den Abschluss des großen Konzertabends bildete „80er Kult(tour) 2, mit den Ohrwürmern der neuen deutschen Welle aus den 80er Jahren, ein Medley der bekannten Kompositionen, u. a. das Lied „Völlig losgelöst von der Erde schwebt das Raumschiff", von Major Tom, was auch als Zugabe nochmals zu hören war. Und auch kein Konzert ohne einen Marsch, diesmal „Preußens Gloria", der Klassiker aus der Marsch-Revue, eine Gratulation an das Ehrenmitglied Günter Dellwo, der vor einigen Tagen seinen 80igsten Geburtstag gefeiert hat.
Zum Abschluss bedankte sich Felix Knippel bei den Akteuren, den Debütanten, bei Dietmar Knippel, den vielen Helferinnen und Helfern, dem Publikum, den Solisten im Orchester und den Gastmusikern, die inzwischen bei Konzerten Bestandteil jedes Orchesters sind. Sein Dank galt auch den beiden Moderatoren, Markus Brell und Christopher Paulus, die in gekonnter Manier durch das Programm geführt hatten. Ein besonderer Dank gilt auch dem Team Hans Hoffmann, Chris Jakobs und Luisa Groß, die mit viel Aufwand den Konzertführer erstellt haben. Dieser beinhaltet nicht nur das Programm des Konzertabends, sondern auch einen bebilderten Jahresrückblick 2025, der die Konzertbesucher über die Arbeit des Vereins über das Jahr hin informiert. bb