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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 14/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Irische Klänge und historische Verbindungen

Die Band Caracách begeisterte am Samstagabend mit irischen Klängen im Kulturkloster Hermeskeil.

 

„Caracách" begeisterte im Kulturkloster Hermeskeil

Irische Klänge, vertraute Melodien und interessante geschichtliche Bezüge prägten den „Irischen Abend", der am Samstag im Kulturkloster Hermeskeil stattfand. Die saarländische Irish-Folk-Band „Caracách" sorgte mit traditionellen und modernen Liedern von der grünen Insel für ein abwechslungsreiches Programm und viel Stimmung in der Klosterkirche.

Die Bandmitglieder Carina Peitz, Raphael Petri, Caterina Bur und Christian Bur stammen aus Auersmacher im Saarland. Dort fanden sie 2021 erstmals bei einem Radiogottesdienst musikalisch zusammen. Zwei Jahre später entstand die Idee, Kirchenräume zum Klingen zu bringen – und seither ist „Caracách" ein fester Begriff für irische Musik im kirchlichen und kulturellen Kontext. Ihren Namen leitet die Gruppe aus den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen ab. Auffällig an ihren Konzerten ist, dass alle vier Musikerinnen und Musiker mehrere Instrumente beherrschen und diese während des Abends immer wieder wechseln.

Pub-Feeling im Kloster

Auf der Setlist in Hermeskeil standen bekannte Stücke wie „Molly Malone", „The Wild Rover" oder „Whiskey in the Jar", ebenso ruhigere Balladen und reine Vokalstücke wie das bekannte Shanty „The Wellerman". Rund 90 Minuten lang wechselten sich lebendige Tanzrhythmen und nachdenkliche Töne ab. Das Publikum zeigte sich spürbar angetan von der musikalischen Vielfalt und der Spielfreude der Gruppe.

Wie Auersmacher und Hermeskeil miteinander verbunden sind

Begleitet wurde das Konzert durch Wortbeiträge von Gilbert Meßner, der mit kurzen Impulsen über Irland, Land und Leute, aber auch über den Glauben informierte. Dabei schlug er mehrmals den Bogen zur Regionalgeschichte. Einen besonderen Akzent setzte er eingangs mit dem Hinweis auf Pfarrer Wilhelm Greff, der 1872 im saarländischen Auersmacher geboren wurde und von 1912 bis zu seinem Tod 1944 Pfarrer in Hermeskeil war. Greff gilt im Übrigen als einer derjenigen, die sich gemeinsam mit dem „Stölpe Pater" Engelbert Michels für die Ansiedlung des Franziskanerordens in Hermeskeil einsetzten – und damit für die Gründung des späteren Klosters, in dem der Irische Abend nun stattfand.

Damit entstand am Samstag eine besondere Verbindung zwischen den Auftrittsorten und den Lebenswegen: Musikerinnen und Musiker aus Greffs Heimatort füllten den Raum, den er einst mitgestaltet hatte, erneut mit Klang und Leben. Christian Heinz dankte der Band und den Gästen im Namen des Kulturklosters, und viele nutzten die Gelegenheit, nach dem Konzert bei einem Glas Sekt oder Guiness mit den Musiker:innen ins Gespräch zu kommen.

Zum Abschluss sangen „Caracách" und das Publikum gemeinsam das bekannte Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen". Damit endete ein stimmungsvoller Abend, der Musik, Geschichte und Begegnung auf ansprechende Weise miteinander verband. Eine Wiederholung des Abends im Herbst ist bereits in Planung. (LeWe)