Prof. Karl Ludwig Kreutz begeisterte am Ostermontag mit seinem Spiel auf der Oberlinger Orgel in der Martinuskirche Hermeskeil
Die Orgel, sie ist die Königin der Musikinstrumente schlechthin. Es gibt sie ganz klein für jedes Wohnzimmer, aber auch in ganz groß, zu finden in fast allen Kirchen, Sakralbauten und Konzerthäusern. In der Pfarrkirche St. Martinus in Hermeskeil steht eine solche auf der Empore, gebaut im Jahr 1994 von der bekannten Firma Orgelbau Oberlinger aus Windesheim. Diese Orgel wurde seinerzeit von Pfarrer Otfried Stertenbrink angeschafft und hat eine Stange Geld gekostet, sie hat 3 Manuale und 34 Register. Diese Oberlinger Orgel eignet sich hervorragend für ein Konzert, zumal St. Martinus über eine sehr gute Akustik verfügt.
So war es dem Förderverein Kirchenmusik in der Pfarrei St. Franziskus im Hochwald am Ostermontag gelungen, einen der führenden Konzertorganisten und Meister der Orgelimprovisation, Prof. Karl Ludwig Kreutz aus Trier, für ein Orgelkonzert zu gewinnen. Nach der Begrüßung und kurzer Vorstellung der Konzertstücke durch den Solisten sollten die rd. 60 Besucherinnen und Besucher ihr Kommen nicht bereuen, in einem rd. 1stündigen Konzert brachte der Künstler klassische Orgelmusik bekannter Komponisten, aber auch eine Eigenkomposition zu Gehör. Mit dem Präludium aus der Holberg-Suite op. 40 von Edvard Grieg eröffnete Prof. Kreutz die Vorträge. Es folgte die Ouverture zum Oratorium „Paulus" von Felix Mendelsssohn-Bartoldy, einem der großen Komponisten des 19. Jahrhunderts, der bereits im Alter von 38 Jahren verstarb. Johann Sebastian Bach, auch einer der ganz großen Musiker des 18 Jahrhunderts, hat zahlreiche bekannte Werke geschrieben. Mit "Largo aus dem Doppelkonzert für Violinen" begeisterte der Solist das Publikum ein weiteres mal auf der Orgel. Mit seiner Eigenkomposition Rondeau improvisée „Victimae pascali laudes" brachte Karl Ludwig Kreutz die ganze Bandbreite der Orgelimprovisation zu Gehör. Auch Wolfgang Amadeus Mozart, einer der berühmten Komponisten seiner Zeit, durfte nicht fehlen, die „Serenade in Es Dur aus Grand Partita" stammt aus seiner Feder. Zum Abschluss ein Stück von Marcel Dupré, „Prélude et fugues en la bémol majeur".
Es war ein Erlebnis, die Orgel einmal nicht nur zur Begleitung von Kirchenliedern zu hören, sondern ihre ganze Bandbreite mit allen Registern zu erleben. Zum Abschluss des Konzertes bedankte sich Stefan Butterbach, der Vorsitzendes des Fördervereins, bei Prof. Karl Ludwig Kreutz und dem Publikum.
Zum Künstler
lehrt an der HfM Saar seit 2010 das Hauptfach Liturgisches Orgelspiel und Orgelimprovisation. Der 1962 in Trier geborene Organist studierte an der Musikhochschule des Saarlandes, war Kantor in Hilden und ist seit 1999 als Kirchenmusiker im Bistum Trier tätig. Neben seinen Lehrtätigkeiten in Heidelberg, Aachen und Freiburg blickt er auf eine vielfältige Konzerttätigkeit und Orchestermusik zurück. Aus seinen Hochschulklassen sind viele Preisträger int. Orgelwettbewerbe hervor gegangen. bb