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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 16/2020
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Ein Ur-Hermeskeiler macht Schluss

Tschüss Fredi: Nach 26 Jahren als Praxis-Inhaber schließt Physiotherapeut Fredi Kohlhaas mit Wirkung zum 30. April dieses Jahres aus gesundheitlichen Gründen seine Praxis in der Hermeskeiler Schulstraße.

Fredi Kohlhaas hatte am 1. Februar 1994 die Nachfolge des damaligen Inhabers Wolfgang Stehr angetreten und die Praxis seitdem ununterbrochen an gleicher Stelle mit seinen jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fortgeführt. In mehr als einem Vierteljahrhundert wurden dabei unzählige Patienten therapiert und rehabilitiert.

Der 61jährige, der zu Jugendzeiten aktiv im TVH geturnt und Handball gespielt hat, hatte schon seit Jahren einen fachlichen Leiter als Nachfolger für seine Praxis gesucht. „Leider findet man heute immer weniger jüngere Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind, ähnliche unternehmerische Risiken ein zu gehen, wie das zu meiner Zeit der Fall war. Der Fachkräftemangel schlägt auch in unserem Bereich voll durch. Hinzu kommt die gegenwärtige Unsicherheit durch die Corona-Krise in vielen wirtschaftlichen Bereichen, die verhindert hat, dass wir bis jetzt geeignete Nachfolger für die Praxis gefunden haben.“

Er habe seinen Beruf immer als Berufung verstanden und in 26 Jahren als Praxis-Inhaber und sechs Jahre zuvor als Angestellter seinen Beruf mit Freude und Idealismus ausgeübt, sagt Kohlhaas. Etliche Patienten hätten auch lange Anfahrten nicht gescheut, um sich von ihm therapieren zu lassen. „Da ist im Laufe der Zeit vielfach auch ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Therapeut und Patient entstanden. Vor allem dann, wenn man einem Menschen zu neuer Lebensqualität verhelfen konnte. Deswegen gehe ich auch mit einem weinenden und einem lachenden Auge." Jetzt aber sei aus gesundheitlichen Gründen der Zeitpunkt gekommen, um aufzuhören. „Der eigene Körper sagt einem dann schon, wann es endgültig so weit ist, dass man die Reißleine ziehen muss.“

Er bedankt sich bei seinem Team für die gute Zusammenarbeit, bei Patienten und Ärzteschaft für das entgegen gebrachte Vertrauen. Fredi Kohlhaas wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft und vor allem in diesen schwierigen Zeiten viel Gesundheit und persönliches Wohlergehen.