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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 16/2020
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Corona-Krise geht weiter

Fieberambulanz für Hermeskeil – Aufnahmestopp in der Chirurgie im Kreiskrankenhaus Saarburg

In der Stadt Trier und im Landkreis Trier-Saarburg steigt die Anzahl der dem Gesundheitsamt gemeldeten Corona-Erkrankungen weiter an. Insgesamt sind im Landkreis, Stand Ostermontag, 139 und in der Stadt Trier 89 Infektionen gemeldet. Es gibt aber auch gute Nachrichten. In der letzten Woche wurde kein Todesfall in Zusammenhang mit Corona registriert. Zwar befinden sich 17 Patienten in stationärer Behandlung, doch konnten bis Karsamstag 111 Quarantäneverfügungen vormals positiv getesteter Personen aufgehoben werden.

Fieberambulanz in Hermeskeil

Mit der Inbetriebnahme einer weiteren Fieberambulanz in Hermeskeil am Dienstag, 14. April, besteht im Landkreis nun eine flächendeckende Versorgung von Teststellen bei Verdacht einer Infektion mit dem Corona-Virus. Gemeinsam mit dem Ärzteteam rund um Dr. Nicole Nothardt hat die Kreisverwaltung Trier-Saarburg die Fieberstation in der Halle unterhalb der Berufsbildenden Schule Hermeskeil in der Borwiesenstr. 5, eingerichtet.

Künftig kann man sich hier täglich von Montag bis Freitag auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen. Montag, Dienstag und Donnerstag öffnet die Fieberambulanz von 9 bis 12 Uhr. Dienstags wird ein zusätzlicher Abendtermin von 15 bis 18 Uhr angeboten. Am Mittwoch und Freitag ist sie von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

Das Referat Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung hat die notwenige Ausrüstung mit Schutzmasken und medizinischem Equipment, teilweise auch unterstützt vom Kreiskrankenhaus Saarburg, bereitgestellt. Auch die technische Ausstattung erfolgte durch den Kreis. Unterstützt wurden die Beschaffungen vom DRK.

In Hermeskeil wird die Fieberambulanz von sechs niedergelassenen Ärzten betrieben. Neben Dr. Nicole Nothardt gehören Dr. Bernd Klotz, Dr. Olaf Müller, Sebastian Scholz, Dr. Marius Federiga sowie Dr. Sebastian Hoppe zum Team. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die das Ärzteteam unterstützen möchten, können sich jederzeit bei der Fieberambulanz melden.

Patientinnen und Patienten werden dort nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts auf eine mögliche Infektion untersucht. Das bedeutet: Wer Symptome zeigt oder wer in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatte und Symptome zeigt, wird untersucht und bekommt falls nötig einen Abstrich, der ans Labor geschickt wird. Patienten, auf die die genannten Voraussetzungen zutreffen, brauchen für diese Untersuchung lediglich ihre Krankenversicherungskarte

Aufnahmestopp in der Chirurgie im Kreiskrankenhaus Saarburg

Das Kreiskrankenhaus Saarburg hat am Samstag, 11. April, einen Aufnahmestopp in der Chirurgie beschlossen. Hintergrund sind Erkrankungen und Verdachtsfälle von Mitarbeitern dieser Abteilung mit dem Corona-Virus, die eine weitere Aufnahme von chirurgischen Patienten derzeit nicht möglich machen. Die ambulante Notfallversorgung in der ZNA (Zentrale Notaufnahme), die Fieberambulanz sowie die weiteren Abteilungen des Kreiskrankenhauses sind hiervon nicht betroffen und arbeiten unverändert weiter.

Die Versorgung der zurzeit auf der chirurgischen Abteilung befindlichen Patienten ist jedoch gewährleistet. Eine Verlegung von chirurgischen Patienten ist aktuell nicht notwendig. Die beiden kooperierenden Trierer Krankenhäuser haben ihre Unterstützung zugesichert, sodass die chirurgische Versorgung für die Bevölkerung in der Region unverändert gewährleistet ist.

Das Kreiskrankenhaus wird in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die weitere Entwicklung engmaschig beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen zum Schutz der Patienten als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen. Auch alle bisherigen Maßnahmen sind in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erfolgt.

Insgesamt werden im Kreiskrankenhaus aktuell sechs Covid-19-Patienten behandelt. Das Kreiskrankenhaus Saarburg verfügt nach wie vor über ausreichend Intensiv- und Beatmungskapazitäten, um weitere Patienten aufnehmen zu können. (PaGe9